Schatten über Grünswehr: Ein fesselnder Auftakt zwischen Magie und Verderben

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davina Avatar

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Der Beginn des Romans „Crown of War and Shadow“ von J. R. Ward entfaltet sofort eine düstere, atmosphärische High-Fantasy-Welt, die mich direkt in ihren Bann gezogen hat. Die Geschichte startet im Dorf Grünswehr, einem tristen Ort am Rande des Königreichs Prosperitus, wo die junge Schankmaid Sorrel in einem harten Alltag aus Schinderei und Unterdrückung feststeckt.

Der Schreibstil ist sehr bildhaft und eindringlich. Ward gelingt es hervorragend, die beklemmende Stimmung durch Details wie den „eisigen Regen“, die „schwitzenden, betrunkenen Gäste“ im Wirtshaus und den „Pockenumhang“ der Protagonistin greifbar zu machen. Die Sprache wirkt direkt und rau, was perfekt zu der bedrohlichen Lage des Dorfes passt. Besonders stark fand ich die Schilderung der übernatürlichen Elemente, etwa als Sorrel beim Anblick des Hufschmieds eine Vision von dessen grausamem Tod hat.

Nach Abschluss der Leseprobe ist mein Interesse definitiv geweckt. Die Einführung der Bedrohung durch Dämonen und die Erwähnung des „Dunklen Königs“ schaffen eine klassische, aber fesselnde Spannung. Vor allem Sorrels Geheimnis – ihre verbotene Magie und die Tatsache, dass sie eine ausgestoßene Waise ist – macht sie zu einer interessanten Hauptfigur, deren Entwicklung ich unbedingt weiterverfolgen möchte. Man spürt förmlich, dass das Dorf kurz vor einer Katastrophe steht, und ich will wissen, wie Sorrel in diesem Chaos überleben wird.