auf der Suche nach der eigenen Stärke 🖤

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jule_books<3 Avatar

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Meinung:

Dieses Buch entführt die Leser in eine interessante Fantasywelt, die für mich ganz klar die größte Stärke des Buches ist. Besonders faszinierend fand ich die Idee des Fulcrums – eines magischen Gefängnisses, das erschaffen wurde, um einen mächtigen dunklen König😈 einzusperren. Der Preis dafür war jedoch hoch: In der Welt der Menschen existiert kaum noch Magie, da sie nahezu vollständig für die Erschaffung dieses Gefängnisses aufgebraucht wurde. Dieses Setting hat mich von Anfang an neugierig gemacht.

Im Mittelpunkt steht Sorrel 👧, die zurückgezogen unter den Menschen lebt und spürt, dass die Gefahr einer Rückkehr des Bösen näher rückt. Gemeinsam mit dem Söldner Merc 🗡️ begibt sie sich auf die Suche nach Verbündeten für den bevorstehenden Kampf. Genau hier liegt für mich aber auch die größte Schwäche des Romans: Die Reise nimmt den Großteil der Handlung ein, ohne dass wirklich viel Abwechslung entsteht. Immer wieder geraten die beiden in Gefahr, überwinden das Hindernis und ziehen weiter 🕷️🕸️– dieses Muster wiederholt sich so häufig, dass die Geschichte für mich recht eintönig wurde 🥱.

Auch Sorrel konnte mich nicht vollständig überzeugen. Obwohl in ihr offensichtlich viel Potenzial steckt, unterschätzt sie sich ständig selbst und verlässt sich oft auf Merc. Dadurch wirkte ihre Entwicklung auf mich sehr ausgebremst. Die romantische Komponente konnte mich ebenfalls nicht erreichen. Zwischen Sorrel und Merc habe ich kaum Chemie 🥱 gespürt, und da Merc überwiegend schweigsam bleibt, fehlen viele der humorvollen oder schlagfertigen Dialoge, die ich in Fantasy-Romances besonders mag. Dass Merc Sorrel lange Zeit für eine H*** hält, empfand ich zudem eher störend als spannend.☹️

Positiv hervorheben möchte ich die letzten ca. 30 Seiten. Dort passiert endlich etwas, das von den bisherigen Mustern abweicht. Zwar war das Ende für mich ziemlich vorhersehbar (wie das Meiste in diesem Buch), dennoch hat dieser Abschnitt das Buch deutlich aufgewertet.

Der Schreibstil wirkte auf mich oft holprig, was möglicherweise an der deutschen Übersetzung liegt oder daran, dass das Setting nicht in der modernen Zeit spielt. Auch einige ungewöhnliche Tier- und Pflanzennamen haben meinen Lesefluss immer wieder unterbrochen. Dennoch sorgen ausreichende Beschreibungen der Umgebung dafür, dass ich sehr gut in die Atmosphäre und allgemein in die Welt eintauchen konnte.

Fazit:

Eine Fantasywelt mit viel Potenzial und interessanten Ideen, die mich atmosphärisch durchaus überzeugen konnte. Leider wurde die Handlung für meinen Geschmack zu repetitiv ♾️, und die Liebesgeschichte❤️‍🩹 konnte mich emotional nicht abholen. Das Buch wäre auch mit weniger Seiten gut ausgekommen.

Daher gibt es einen Stern für den Weltenaufbau und einen für die Atmosphäre bzw die Grundidee des Buches.

2 von 5 Sterne: 🌟🌟