Blieb leider hinter den Erwartungen zurück

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lukasliestgern Avatar

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Die Grundidee der Geschichte hat mich zunächst angesprochen. Eine von allen gemiedene junge Frau, eine sterbende Welt, Dämonen und eine gefährliche Reise mit einem berüchtigten Söldner – das klang nach einer spannenden und düsteren Fantasygeschichte.

Leider konnte mich das Buch insgesamt nicht überzeugen. Besonders die deutsche Übersetzung empfand ich als sehr holprig. Viele Formulierungen wirkten auf mich unnatürlich, manche Sätze ergaben für mich wenig Sinn. Dadurch wurde der Lesefluss immer wieder unterbrochen und das Lesen insgesamt recht anstrengend.

Auch die Handlung konnte das vorhandene Potenzial für mich nicht vollständig ausschöpfen. Zwar sorgen die Bedrohung durch Dämonen, politische Intrigen und die Mission rund um die Königin für Spannung, vieles wirkte jedoch recht vorhersehbar und bediente bekannte Fantasy- und Romantasy-Klischees. Einige Wendungen zeichneten sich früh ab und überraschten mich daher kaum.

Mit den Hauptfiguren wurde ich ebenfalls nicht richtig warm. Sorrel hat als ausgestoßene Waise und widerwillige Auserwählte zwar eine interessante Ausgangslage, blieb für mich aber stellenweise etwas blass. Merc verkörpert sehr stark den typischen düsteren, grüblerischen und geheimnisvollen Bad Boy, wie man ihn aus vielen Romantasy-Romanen kennt. Die Dynamik zwischen den beiden funktionierte für mich nur bedingt, da ihre Beziehung recht vorhersehbar wirkte und einige Charakterzüge eher stereotyp dargestellt wurden.

Schade, denn die düstere Atmosphäre und die Grundidee rund um den Zerfall des Fulcrums und die drohende Zerstörung der Welt haben durchaus Potenzial. Aufgrund der holprigen Übersetzung und der für mich wenig originellen Charakter- und Beziehungsentwicklung konnte mich das Buch jedoch nicht wirklich fesseln.