Eine absolute Frechheit!
Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar bekommen. Dies hat mich bloß dahingehend beeinflusst, dass ich das Buch nicht bereits auf Seite 25 abgebrochen habe. Dieses Buch ist eine absolute Frechheit!
Wir begleiten in dieser Geschichte Sorrel. Wegen ihrer magischen Fähigkeiten wird sie von ihrem Dorf geächtet. Sie muss fliehen und macht sich gemeinsam mit dem Söldner Merc auf den Weg ihrem vorbestimmten Schicksal zu folgen.
Ich habe bei diesem Buch den Fehler gemacht und nicht vorher in die Leseprobe geschaut. Ich kannte die Autorin bisher nicht, hatte aber so viel Gutes von ihr gehört, dass ich einfach neugierig war. Der Klappentext klang vielleicht ein bisschen wirr, aber alles in allem nach genau dem, was ich gerade lesen wollte.
Warum ich das Buch bereits so früh abbrechen wollte, war der Schreibstil. Wenn ich nicht gewusst hätte, dass hier eine namenhafte Autorin hinter steckt, hätte ich vermutet, dass es jemand geschrieben hat, der seine ersten Schreibversuche macht. Die Sätze sind viel zu lang und verschachtelt. Ich habe seltenste auf einer Buchseite so viele eingeschobene Nebensätze gesehen. Die Geschichte verliert ständig Beschreibungen und ganze Sätze machen einfach keinen Sinn, weil ständig Wörter fehlen. Mich haben dieses Gesamtpaket ständig aus dem Lesefluss gerissen.
Ich habe irgendwann auf das Hörbuch gewechselt. Die Sprecherin macht es wirklich gut. Sie schafft es die langen, verschachtelten Sätze etwas entzerrt. Dadurch ist mir dann allerdings aufgefallen wie oft hier Sätze mit 'Und' und 'Aber' beginnen.
Ich glaube nicht, dass der katastrophale Stil von der Übersetzung kommt. Nach ein wenig Recherche kann ich sagen, dass das Original nicht unbedingt besser ist. Es scheint mir eher so, dass wie hier einfach eine Wort-für-Wort Übersetzung haben, die niemand nochmal auf Richtigkeit geprüft hat.
Bei so viel Beschreibung sollte man meinen, dass es hier ein ausgefeiltes Worldbuilding gibt. Das ist leider eine Fehleinschätzung. Prinzipiell mag ich es sehr gerne einfach in eine Fantasywelt reingeworfen zu werden und diese zu entdecken. Es wird hier zwar viel Wert auf Beschreibungen der Umgebug gelegt, doch was wird wichtig ist, fehlen einfach. Wir bekommen keine Erklärung zum Weltenaufbau, dem Magiesystem oder Vorgeschichten.
Auch die Story selbst konnte hier nichts mehr retten. Hier wurde meiner Meinung nach mit aller Kraft versucht ein TikTok-Hype zu kreieren und sich an wirklich allen üblichen Klischees bedient. Es gibt zwar die eine oder andere Stelle, die durchaus interessante Ansätze hat, doch das wars auch schon. Das Buch glänzt in diesem Bereich eher mit Logiklücken. Außerdem hatte ich in großen Teilen im Mittelteil das Gefühl, dass der rote Faden einfach ignoriert wurde.
Sorrel hatte das Potential eine großartige Protagonistin zu sein. Leider wurde ich mit ihr nicht warm. Sie ist in dem, was sie tut und was sie sagt oft inkonsequent und widersprüchlich. Dabei ist sie oft wehleidig und dramatisiert über. Des Weiteren ist dieses Mädchen zwar prinzipiell unfähig ist, aber immer, wenn eine Gefahr auftaucht, fliegen ihr die passenden Fähigkeiten und Lösungen einfach zu. Gerade in Hinblick auf das Ende hin, finde ich ihre Darstellung nicht unbedingt gelungen.
Selbst wenn ich über all die Fehler etc. hätte hinwegsehen können, hätte dieses Buch dennoch keine bessere Bewertung bekommen. Das liegt ganz alleine an dem Merc, dem Loveinterest, und der Lovestory. Für eine bessere Nachvollziehbarkeit werde ich am Ende dieses Absatzes spoilern.
Die Lovestory war für mich absolut nicht greifbar. Die Charaktere interagieren in keinster Weise so miteinander, dass Nähe entstehen kann. Dafür wird auf Krampf versucht mit erzwungenen Momenten eine Verbindung zu kreieren. Das war dann meistens einfach nur cringe. Trotzdem wurde nach 48 Stunden bereits von Liebe gesprochen.
Merc ist zwar prinzipiell ein interessanter Charakter, aber schlussendlich ist er einfach nur dazu da, um Sorrel herumzukommandieren und schlecht zu behandeln. Fand ich ihn am Anfang noch ganz spannend, hat er sich schnell zu einer wandelnden Red Flag entwickelt. Hier beginnt der Spoiler-Teil. Das Ganze gipfelt dann darin, dass er Sorrel mit einer Hure betrügt. Die Entschuldigung war, dass er ja Bedürfnisse hätte. Selbst darf Sorrel aber nicht mal mit Männern sprechen ohne, dass er eifersüchtig wird. Anstatt das Thema einmal vernünftig aufzuarbeiten und zu versuchen es irgendwie wieder gut zu machen, bekommen wir unpassende und beleidigende Red Flag-Kommentare von ihm. Er stellt Sorrel als Lügnerin und als Hure dar (sie ist Jungfrau) und meint besser über ihre Jungfräulichkeit Bescheid zu wissen als sie selbst. Und was ist ihre Reaktion darauf? Sie sagt: „Ich liebe dich!“ Also entweder ist das eine Art Stockholm-Syndrom oder dieses Mädchen steht auf Erniedrigung! Man hätte dem Buch trotz all seiner Fehler vielleicht noch irgendwo das abgewinnen können, aber das ist ein absolutes No-Go für mich! Wie kann sowas in der heutigen Zeit überhaupt noch veröffentlicht werden?!?!?!
Alles in allem kann ich dieses Buch in keinster Weise empfehlen. Ich empfinde es als absolute Frechheit für dieses fehlerhafte Werk Geld zu verlangen.
Wir begleiten in dieser Geschichte Sorrel. Wegen ihrer magischen Fähigkeiten wird sie von ihrem Dorf geächtet. Sie muss fliehen und macht sich gemeinsam mit dem Söldner Merc auf den Weg ihrem vorbestimmten Schicksal zu folgen.
Ich habe bei diesem Buch den Fehler gemacht und nicht vorher in die Leseprobe geschaut. Ich kannte die Autorin bisher nicht, hatte aber so viel Gutes von ihr gehört, dass ich einfach neugierig war. Der Klappentext klang vielleicht ein bisschen wirr, aber alles in allem nach genau dem, was ich gerade lesen wollte.
Warum ich das Buch bereits so früh abbrechen wollte, war der Schreibstil. Wenn ich nicht gewusst hätte, dass hier eine namenhafte Autorin hinter steckt, hätte ich vermutet, dass es jemand geschrieben hat, der seine ersten Schreibversuche macht. Die Sätze sind viel zu lang und verschachtelt. Ich habe seltenste auf einer Buchseite so viele eingeschobene Nebensätze gesehen. Die Geschichte verliert ständig Beschreibungen und ganze Sätze machen einfach keinen Sinn, weil ständig Wörter fehlen. Mich haben dieses Gesamtpaket ständig aus dem Lesefluss gerissen.
Ich habe irgendwann auf das Hörbuch gewechselt. Die Sprecherin macht es wirklich gut. Sie schafft es die langen, verschachtelten Sätze etwas entzerrt. Dadurch ist mir dann allerdings aufgefallen wie oft hier Sätze mit 'Und' und 'Aber' beginnen.
Ich glaube nicht, dass der katastrophale Stil von der Übersetzung kommt. Nach ein wenig Recherche kann ich sagen, dass das Original nicht unbedingt besser ist. Es scheint mir eher so, dass wie hier einfach eine Wort-für-Wort Übersetzung haben, die niemand nochmal auf Richtigkeit geprüft hat.
Bei so viel Beschreibung sollte man meinen, dass es hier ein ausgefeiltes Worldbuilding gibt. Das ist leider eine Fehleinschätzung. Prinzipiell mag ich es sehr gerne einfach in eine Fantasywelt reingeworfen zu werden und diese zu entdecken. Es wird hier zwar viel Wert auf Beschreibungen der Umgebug gelegt, doch was wird wichtig ist, fehlen einfach. Wir bekommen keine Erklärung zum Weltenaufbau, dem Magiesystem oder Vorgeschichten.
Auch die Story selbst konnte hier nichts mehr retten. Hier wurde meiner Meinung nach mit aller Kraft versucht ein TikTok-Hype zu kreieren und sich an wirklich allen üblichen Klischees bedient. Es gibt zwar die eine oder andere Stelle, die durchaus interessante Ansätze hat, doch das wars auch schon. Das Buch glänzt in diesem Bereich eher mit Logiklücken. Außerdem hatte ich in großen Teilen im Mittelteil das Gefühl, dass der rote Faden einfach ignoriert wurde.
Sorrel hatte das Potential eine großartige Protagonistin zu sein. Leider wurde ich mit ihr nicht warm. Sie ist in dem, was sie tut und was sie sagt oft inkonsequent und widersprüchlich. Dabei ist sie oft wehleidig und dramatisiert über. Des Weiteren ist dieses Mädchen zwar prinzipiell unfähig ist, aber immer, wenn eine Gefahr auftaucht, fliegen ihr die passenden Fähigkeiten und Lösungen einfach zu. Gerade in Hinblick auf das Ende hin, finde ich ihre Darstellung nicht unbedingt gelungen.
Selbst wenn ich über all die Fehler etc. hätte hinwegsehen können, hätte dieses Buch dennoch keine bessere Bewertung bekommen. Das liegt ganz alleine an dem Merc, dem Loveinterest, und der Lovestory. Für eine bessere Nachvollziehbarkeit werde ich am Ende dieses Absatzes spoilern.
Die Lovestory war für mich absolut nicht greifbar. Die Charaktere interagieren in keinster Weise so miteinander, dass Nähe entstehen kann. Dafür wird auf Krampf versucht mit erzwungenen Momenten eine Verbindung zu kreieren. Das war dann meistens einfach nur cringe. Trotzdem wurde nach 48 Stunden bereits von Liebe gesprochen.
Merc ist zwar prinzipiell ein interessanter Charakter, aber schlussendlich ist er einfach nur dazu da, um Sorrel herumzukommandieren und schlecht zu behandeln. Fand ich ihn am Anfang noch ganz spannend, hat er sich schnell zu einer wandelnden Red Flag entwickelt. Hier beginnt der Spoiler-Teil. Das Ganze gipfelt dann darin, dass er Sorrel mit einer Hure betrügt. Die Entschuldigung war, dass er ja Bedürfnisse hätte. Selbst darf Sorrel aber nicht mal mit Männern sprechen ohne, dass er eifersüchtig wird. Anstatt das Thema einmal vernünftig aufzuarbeiten und zu versuchen es irgendwie wieder gut zu machen, bekommen wir unpassende und beleidigende Red Flag-Kommentare von ihm. Er stellt Sorrel als Lügnerin und als Hure dar (sie ist Jungfrau) und meint besser über ihre Jungfräulichkeit Bescheid zu wissen als sie selbst. Und was ist ihre Reaktion darauf? Sie sagt: „Ich liebe dich!“ Also entweder ist das eine Art Stockholm-Syndrom oder dieses Mädchen steht auf Erniedrigung! Man hätte dem Buch trotz all seiner Fehler vielleicht noch irgendwo das abgewinnen können, aber das ist ein absolutes No-Go für mich! Wie kann sowas in der heutigen Zeit überhaupt noch veröffentlicht werden?!?!?!
Alles in allem kann ich dieses Buch in keinster Weise empfehlen. Ich empfinde es als absolute Frechheit für dieses fehlerhafte Werk Geld zu verlangen.