Eine düstere Reise voller Gefahren – nur leider ohne das versprochene Feuer
Worum geht es?
Das Fulcrum beginnt zu zerbrechen und Dämonen dringen immer weiter in die Welt der Sterblichen vor. Mittendrin lebt Sorrel, eine Waise und Ausgestoßene, deren ungewöhnliche Fähigkeiten sie ihr ganzes Leben lang von anderen Menschen getrennt haben. Als sie erfährt, dass ausgerechnet sie auserwählt wurde, die Krone der Königin zurückzubringen und damit vielleicht ihre Welt zu retten, beginnt eine gefährliche Reise durch die Badlands.
Sorrel weiß allerdings selbst nur zu gut, dass sie keine klassische Heldin ist. Deshalb sucht sie Schutz bei Merc, einem gefürchteten und undurchschaubaren Söldner. Sein Preis? Eine Nacht mit ihr. Und genau mit dieser Vereinbarung beginnt eine Reise durch eine Welt voller Dämonen, Geheimnisse und Verrat.
Meine Gedanken:
Ich hatte mich nach dem Klappentext wirklich auf diesen Reihenauftakt gefreut. Die Idee klang spannend und auch die Welt, die J. R. Ward hier erschaffen hat, konnte mich grundsätzlich überzeugen. Düster, gefährlich und kreativ. Überall lauern Bedrohungen und durch das Journey-Trope reist man gemeinsam mit Sorrel und Merc durch diese Welt. Das mochte ich eigentlich sehr, weil man dadurch nicht nur das Reich, sondern gleichzeitig auch die beiden Protagonisten Stück für Stück kennenlernt.
Leider hat genau diese Reise für mich aber auch einige Längen mitgebracht. Ich habe mich mehrmals dabei ertappt, wie meine Gedanken abgeschweift sind und ich mich wieder bewusst in die Geschichte zurückholen musste.
Sorrel & Merc:
Sorrel fand ich grundsätzlich spannend. Sie ist eine Ausgestoßene, gezeichnet von ihrer Vergangenheit und eine Heilerin mit magischen Fähigkeiten. Eigentlich eine Figur, mit der ich sehr gut hätte mitfühlen können. Nur leider zerfließt sie für meinen Geschmack stellenweise fast in ihren eigenen Selbstzweifeln. Natürlich kann ich nachvollziehen, woher diese Unsicherheit kommt, aber irgendwann hätte ich mir einfach etwas mehr Entwicklung und Selbstvertrauen gewünscht.
Und dann ist da Merc. Söldner, gefürchtet, verschlossen, undurchschaubar. Eigentlich genau der Typ Figur, bei dem ich normalerweise sofort aufmerksam werde. Leider hat er sich bei mir mit seiner ersten großen Forderung direkt selbst aus dem Rennen genommen. Was er von Sorrel als Bezahlung für seinen Schutz verlangt, fand ich einfach unpassend. Diese Vereinbarung konnte ich bis zum Schluss nicht wirklich nachvollziehen und sie hat es mir schwer gemacht, Merc später als möglichen Book Boyfriend zu sehen.
Wo war das Knistern?
Das Buch wird ausdrücklich als Slow-Burn-Romantasy beworben und die offizielle Beschreibung stellt die zunehmende Leidenschaft zwischen Sorrel und Merc stark heraus. Genau deshalb habe ich die ganze Zeit auf dieses Gefühl gewartet. Auf Spannung, auf Blicke, auf dieses „Ihr zwei solltet euch wirklich nicht näherkommen.“ Aber? Nichts.
Wo war der Spice? Wo war das Feuer? Wo war überhaupt das Knistern?
Ich habe es einfach nicht gespürt. Dass Slow Burn langsam ist, stört mich überhaupt nicht. Im Gegenteil. Ich liebe es, wenn eine Beziehung sich über viele kleine Momente aufbaut. Aber dafür muss zwischen den Figuren eben trotzdem etwas in der Luft liegen. Hier war für mich leider nicht einmal ein Funke.
Twists & Schreibstil:
Ganz verloren hat mich die Geschichte trotzdem nicht. Es gibt einige gute Wendungen und Momente, die mich wieder stärker aufhorchen ließen. Gerade wenn neue Informationen ans Licht kommen, zeigt sich, wie viel Potenzial eigentlich in dieser Welt steckt.
Und J. R. Wards Schreibstil mochte ich ebenfalls. Herrlich unkompliziert. Man kommt sprachlich gut durch die Geschichte und muss sich nicht durch unnötig komplizierte Formulierungen kämpfen. Das hat gerade bei einem Buch mit so viel eigener Welt und Magie definitiv geholfen.
Was bleibt?
Crown of War and Shadow hatte für mich viele Zutaten, die eigentlich genau mein Beuteschema sind: eine düstere Welt, Dämonen, Magie, eine gefährliche Reise, eine Auserwählte, ein geheimnisvoller Söldner und eine Romance, die sich langsam entwickeln soll.
Die Welt hat für mich funktioniert – die Beziehung leider nicht.
Sorrel und Merc konnten mich beide nicht vollständig für sich einnehmen und vor allem die Vereinbarung zwischen ihnen hat mich bis zuletzt gestört. Dazu kamen einige deutliche Längen. Die guten Twists und der angenehm unkomplizierte Schreibstil haben dafür gesorgt, dass ich die Geschichte trotzdem gerne beendet habe.
Aber das Gefühl, unbedingt wissen zu müssen, wie es weitergeht? Das ist leider ausgeblieben. Deshalb werde ich die Reihe vermutlich nicht weiterverfolgen.
🦉🦉🦉 / 5
Drei Eulen für eine kreative, düstere Welt mit spannenden Ansätzen – bei der mir zwischen all den Gefahren leider das wichtigste Feuer gefehlt hat.
Das Fulcrum beginnt zu zerbrechen und Dämonen dringen immer weiter in die Welt der Sterblichen vor. Mittendrin lebt Sorrel, eine Waise und Ausgestoßene, deren ungewöhnliche Fähigkeiten sie ihr ganzes Leben lang von anderen Menschen getrennt haben. Als sie erfährt, dass ausgerechnet sie auserwählt wurde, die Krone der Königin zurückzubringen und damit vielleicht ihre Welt zu retten, beginnt eine gefährliche Reise durch die Badlands.
Sorrel weiß allerdings selbst nur zu gut, dass sie keine klassische Heldin ist. Deshalb sucht sie Schutz bei Merc, einem gefürchteten und undurchschaubaren Söldner. Sein Preis? Eine Nacht mit ihr. Und genau mit dieser Vereinbarung beginnt eine Reise durch eine Welt voller Dämonen, Geheimnisse und Verrat.
Meine Gedanken:
Ich hatte mich nach dem Klappentext wirklich auf diesen Reihenauftakt gefreut. Die Idee klang spannend und auch die Welt, die J. R. Ward hier erschaffen hat, konnte mich grundsätzlich überzeugen. Düster, gefährlich und kreativ. Überall lauern Bedrohungen und durch das Journey-Trope reist man gemeinsam mit Sorrel und Merc durch diese Welt. Das mochte ich eigentlich sehr, weil man dadurch nicht nur das Reich, sondern gleichzeitig auch die beiden Protagonisten Stück für Stück kennenlernt.
Leider hat genau diese Reise für mich aber auch einige Längen mitgebracht. Ich habe mich mehrmals dabei ertappt, wie meine Gedanken abgeschweift sind und ich mich wieder bewusst in die Geschichte zurückholen musste.
Sorrel & Merc:
Sorrel fand ich grundsätzlich spannend. Sie ist eine Ausgestoßene, gezeichnet von ihrer Vergangenheit und eine Heilerin mit magischen Fähigkeiten. Eigentlich eine Figur, mit der ich sehr gut hätte mitfühlen können. Nur leider zerfließt sie für meinen Geschmack stellenweise fast in ihren eigenen Selbstzweifeln. Natürlich kann ich nachvollziehen, woher diese Unsicherheit kommt, aber irgendwann hätte ich mir einfach etwas mehr Entwicklung und Selbstvertrauen gewünscht.
Und dann ist da Merc. Söldner, gefürchtet, verschlossen, undurchschaubar. Eigentlich genau der Typ Figur, bei dem ich normalerweise sofort aufmerksam werde. Leider hat er sich bei mir mit seiner ersten großen Forderung direkt selbst aus dem Rennen genommen. Was er von Sorrel als Bezahlung für seinen Schutz verlangt, fand ich einfach unpassend. Diese Vereinbarung konnte ich bis zum Schluss nicht wirklich nachvollziehen und sie hat es mir schwer gemacht, Merc später als möglichen Book Boyfriend zu sehen.
Wo war das Knistern?
Das Buch wird ausdrücklich als Slow-Burn-Romantasy beworben und die offizielle Beschreibung stellt die zunehmende Leidenschaft zwischen Sorrel und Merc stark heraus. Genau deshalb habe ich die ganze Zeit auf dieses Gefühl gewartet. Auf Spannung, auf Blicke, auf dieses „Ihr zwei solltet euch wirklich nicht näherkommen.“ Aber? Nichts.
Wo war der Spice? Wo war das Feuer? Wo war überhaupt das Knistern?
Ich habe es einfach nicht gespürt. Dass Slow Burn langsam ist, stört mich überhaupt nicht. Im Gegenteil. Ich liebe es, wenn eine Beziehung sich über viele kleine Momente aufbaut. Aber dafür muss zwischen den Figuren eben trotzdem etwas in der Luft liegen. Hier war für mich leider nicht einmal ein Funke.
Twists & Schreibstil:
Ganz verloren hat mich die Geschichte trotzdem nicht. Es gibt einige gute Wendungen und Momente, die mich wieder stärker aufhorchen ließen. Gerade wenn neue Informationen ans Licht kommen, zeigt sich, wie viel Potenzial eigentlich in dieser Welt steckt.
Und J. R. Wards Schreibstil mochte ich ebenfalls. Herrlich unkompliziert. Man kommt sprachlich gut durch die Geschichte und muss sich nicht durch unnötig komplizierte Formulierungen kämpfen. Das hat gerade bei einem Buch mit so viel eigener Welt und Magie definitiv geholfen.
Was bleibt?
Crown of War and Shadow hatte für mich viele Zutaten, die eigentlich genau mein Beuteschema sind: eine düstere Welt, Dämonen, Magie, eine gefährliche Reise, eine Auserwählte, ein geheimnisvoller Söldner und eine Romance, die sich langsam entwickeln soll.
Die Welt hat für mich funktioniert – die Beziehung leider nicht.
Sorrel und Merc konnten mich beide nicht vollständig für sich einnehmen und vor allem die Vereinbarung zwischen ihnen hat mich bis zuletzt gestört. Dazu kamen einige deutliche Längen. Die guten Twists und der angenehm unkomplizierte Schreibstil haben dafür gesorgt, dass ich die Geschichte trotzdem gerne beendet habe.
Aber das Gefühl, unbedingt wissen zu müssen, wie es weitergeht? Das ist leider ausgeblieben. Deshalb werde ich die Reihe vermutlich nicht weiterverfolgen.
🦉🦉🦉 / 5
Drei Eulen für eine kreative, düstere Welt mit spannenden Ansätzen – bei der mir zwischen all den Gefahren leider das wichtigste Feuer gefehlt hat.