Große Aufmachung mit Schwächen

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claire94 Avatar

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Die Aufmachung des Buches mit dem tollen Cover und dem wunderschönen Farbschnitt hat mich umgehauen. Die Gestaltung der Abschnitte innerhalb der Erzählung sind auch schön. Dazu der Hinweis auf die Spiegel Besteller. Den Klappentext und die ersten Seiten der Leseprobe haben mich ebenso überzeugt. Leider hat dies beim gesamten Lesen des Buches sich schnell relativiert und erst auf den letzten 50 Seiten wurde es wieder interessant.

Das Besondere an diesem Roman ist die Ich-Perspektive in ihrer Umsetzung, die sehr direkt und intrinsisch war. Dies habe ich in dieser Form super selten gelesen und hat mich begeistert. Allerdings wurde es im Laufe minimal wiederholend.

Zwei Dinge, die mich am meisten an diesem Roman gestört haben waren, die vielen Tipp/Wort bzw. Übersetzungsfehler bzw. Übertragungen, die den Lesefluss deutlich gestört haben, da ich mir immer wieder dachte “äh, das ergibt doch keinen Sinn!” Und zum zweiten das die männliche Hauptfigur in einzelnen Passagen nicht nachvollziehbar oder eindimensional für mich war.

Innerhalb der Handlung sind mir auch nicht alle Übergänge und Wendungen flüssig erschienen, sie waren dann auf einmal so und dann ging es weiter. Dies erzeugt bei mir das Empfinden von einer gewissen Langatmigkeit. Die Spannung kommt für mich nur bedingt in einzelnen Szenen auf. Erst zum Ende gewinnt das Buch an Stärke in den Figuren und den Handlungsauflösungen.

Das Frauenbild innerhalb des Romans ist sehr von Selbstständigkeit und Tatkraft geprägt, aber ebenso von Zweifeln und Unsicherheiten.

Ich vergebe 2,5 von 5 Sternen - es hat mir nicht sonderlich gut gefallen und ist nur etwas für Fans, die es am besten in der Ursprungssprache lesen wollen oder für diejenigen, die einen anderen Schreibstil von der Perspektive erleben möchten.