Mal etwas ganz anderes von J. R. Ward

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J. R. Ward hatte schon immer ein Händchen für Figuren. Die Black Dagger-Reihe rund um Vampire und Menschen war für mich ein Highlight. Hier wagt sie sich auf ein anderes Fantasy-Terrain. Es geht um Dämonen und eine geheimnisvolle Krone.
Sorrel war mir von Anfang an sympathisch. Sie ist eine Frau, die ihren Weg geht und sich trotzdem nicht unterkriegen lässt. Mit ihren Fähigkeiten ist sie etwas Besonderes.
Ihr gegenüber steht Merc, ein Söldner, der nicht gerne redet und daher zuerst eher wortkarg erscheint. Doch bald taut er auf.
Die beiden gehen eine Liaison ein. Er soll sie auf ihrer Reise schützen, und dafür muss sie ihm eine Nacht Gesellschaft leisten. Kling nach einem spannenden Abenteuer? Ist es leider nicht an allen Stellen.

Was mir gefiel: J. R. Ward lässt sich lange Zeit, ihre Welt und die Geschichte, die in ihr spielt, aufzubauen. Dabei gefiel mir am besten, wie die beiden reisen. Ich mag überhaupt Handlungen, an denen die Charaktere sich erst beschnuppern müssen, trotzdem aber zusammen auf einen unvorhersehbaren Trip gehen. Und manchmal wird mehr daraus.
Was mir nicht so gefiel, war die weiterführende Handlung, die doch an manchen Stellen langatmig war und die Liebesszenen. Die hat die Autorin früher anders beschrieben. Hier habe ich den Funken vermisst, der sonst immer da war.
Zudem fand ich, aber nur manchmal, dass manche Sätze anstrengend zu lesen waren.
Crown of War and Shadow hätte richtig gut werden können. Ich habe jedoch den Schreibstil der Autorin vermisst, den sie früher hatte.

Insgesamt vergebe ich 3 Sterne für den Auftakt.