Zu viel, zu wirr doch "immer vorwärts, niemals zurück"

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vielleserdi Avatar

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Cover und Farbschnitt von "Crown of War and Shadow" gefallen mir sehr. Sie wirken düster und mysteriös, wie die Geschichte auch.

Leider haben der Klappentext und die Leseprobe Erwartungen geweckt, die das Buch - zumindest in seiner deutschen Übersetzung - nicht erfüllen konnte.

Das Word building ist komplex, die Geschichte entwickelt sich zunächst langsam, an machen Stellen geht es dann aber sehr schnell.
Die Überschriften der kurzen Kapitel fand ich hilfreich, da sie Orientierung geben. Ein Glossar zum Nachschlagen hätte ich mir gewünscht.
Bis zum Ende bin ich leider nicht wirklich in die Geschichte gekommen.

Zum Einen war die deutsche Übersetzung meinem Gefühl nach holprig, der Ton zu flapsig und die Wortwahl zuweilen ordinär. Grammatikalische Fehler haben den Lesefluss zusätzlich gestört. Das Buch wurde von Julia Abrahams, Babsi Schwarz und Christoph Hardebusch übersetzt. Eventuell hat das Zusammenspiel nicht einwandfrei geklappt. Ich habe parallel zum Lesen in das englische Hörbuch reingehört um einen Eindruck davon zu bekommen, auf welcher Grundlage die Übersetzung basiert.

Unabhängig von der Sprache gab es für mich zu häufig Wechsel in der Distanz, der Verwendung von Titeln und Nähe.

J.R. Ward versteht es, durch ihre Bildreiche Sprache komplexe Welten mit Interessanten Protagonisten zu erschaffen. Doch ich hatte das Gefühl, die Geschichte von "Crown of War and Shadow" ist nicht ganz ausgereift.
Es war spannend, aber immer wieder unangenehm anstrengend zu lesen: zu viel und zu wirr. Es fehlt an Tiefe.

Sorrel ist von Beginn an mysteriös. Doch leider konnte sie bei mir wenig Sympathie - Punkte sammeln. Sie wirkt einerseits sehr jung und unerfahren, weiß jedoch spontan in jeder Situation, was zu tun ist.
Merc ist leichter einzuordnen, wirkt authentisch und riecht verführerisch gut nach Leder, Metall und Zedernholzseite.

Ich habe die Beiden trotz der beschriebenen Schwierigkeiten aus Neugierde bis ans Ende ihrer Reise begleitet.
Empfehlen kann ich das Buch in seiner deutschen Übersetzung leider nur eingeschränkt.