Ein Strudel aus Geheimnissen und Enthüllungen

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bookaddict_sylvia Avatar

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Curseborn war für mich eine der meist erwarteten Fortsetzungen des Jahres, schließlich war der erste Band Blackspell eines meiner Highlights im letzten Oktober. Und auch im zweiten Teil bleibt Celine Leonora ihrer düsteren Atmosphäre treu.

Eden kennt nun endlich die Wahrheit über ihre Kräfte, doch damit beginnen die eigentlichen Probleme erst. Mit Aces Hilfe versucht sie, ihre Fähigkeiten unter Kontrolle zu bringen, während sie an der Wyndhouse Academy zunehmend auf Ablehnung stösst. Ein normales Leben oder ein geregelter Unterricht sind längst nicht mehr möglich. Stattdessen jagt Eden Geheimnissen hinterher, versucht herauszufinden, wem sie noch vertrauen kann, und gerät immer tiefer in die Machenschaften verschiedener Geheimbünde.

Wie schon im ersten Band überrascht die Autorin mit zahlreichen Wendungen. Man weiss praktisch nie, wohin die Geschichte als Nächstes führt. Für mich waren es dieses Mal allerdings fast schon zu viele Überraschungen und Richtungswechsel. Dadurch ging ein Teil der Spannung verloren, die mich im Auftaktband so gefesselt hatte.

Besonders die emotionale Tiefe und die Entwicklung der Figuren kamen für meinen Geschmack etwas zu kurz. Zwischen all den Geheimnissen, Enthüllungen und Intrigen blieb wenig Raum, um die Gefühle und Beziehungen der Charaktere wirklich zu entwickeln.

Trotzdem gelingt Celine Leonora ein überzeugender Abschluss der Dilogie. Die offenen Fragen werden beantwortet, die Geheimnisse nachvollziehbar aufgelöst und glaubwürdig in die Geschichte eingebunden. Auch wenn mich der zweite Band nicht ganz so begeistern konnte wie sein Vorgänger, ist Curseborn ein gelungener Abschluss einer abwechslungsreichen Duologie.

Eines wurde mir während des Lesens besonders bewusst: Curseborn ist für mich die perfekte Herbstbuch. Die düstere Atmosphäre, die Geheimnisse, die Academy-Vibes und die vielen Mysterien schreien geradezu nach nebligen Tagen, Regen am Fenster und einer Tasse Tee. Vielleicht lag es auch daran, dass ich das Buch mitten im Hochsommer gelesen habe, aber für mich entfaltet diese Geschichte ihre volle Wirkung eindeutig im Herbst. Wer düstere Fantasy mit Mystery-Elementen liebt, sollte sich diese Dilogie unbedingt für die kühleren Monate aufheben.