Verflucht

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anmola Avatar

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Ich habe die ersten Seiten gestern Abend auf dem Sofa verschlungen – eigentlich wollte ich nur kurz reinschauen, aber das Buch hat genau diese heimliche Sogwirkung, die mich seit Jahren bei romantisch-fantastischen Abenteuern packt. Ich mag Geschichten, die nicht mit Krawall starten, sondern mit Witz, Atmosphäre und Figuren, die man gern ein Stück begleitet. Genau das passiert hier. Die Prinzessin ist angenehm unprätentiös. Hinter der höfischen Fassade spürt man Verstand, Pflichtgefühl und diesen kleinen Funken Trotz, den ich immer sympathisch finde. Der Pirat taucht kantig-charmant auf – noch eher in Andeutungen als in vollen Szenen, was mir gefällt, weil es Platz fürs Kopfkino lässt. Und der verfluchte Buchladen? Der hat für mich jetzt schon eine eigene Persönlichkeit: knarrend, geheimniskrämerisch, mit diesem bibliophilen Duft nach Staub und Versprechen. Ich liebe es, wenn ein Setting nicht nur Kulisse ist. Regeln der Magie, alte Absprachen, Andeutungen von größerem Ärger am Horizont. Es wirkt nie überladen, eher wie eine wohlüberlegte Schatzkarte, auf der man die nächsten Markierungen schon erahnt. Das Cover ist ein echter Hingucker – verspielt, aber nicht kitschig, und es fängt die Stimmung des Buches erstaunlich gut ein. Der Farbschnitt ist großartig und macht das Ganze noch einmal besonderer; so ein Band greife ich abends automatisch lieber vom Stapel. Haptik und Optik passen hier einfach zum Inhalt.