Ein Hoffnungsschimmer trotz tiefer Schäden
Da, wo ich dich sehen kann von Jasmin Schreiber greift das Thema Femizid auf. Emma wird von ihrem Mann erdrosselt und hinterlässt Eltern, Tochter Maja sowie Freundin Liv. Diese vier ringen mit dem Verlust, Schuldfragen und der Frage, ob Emmas Tod hätte verhindert werden können. Die Gedanken an sie prägen ihren Alltag.
Der Schreibstil überzeugt durch präzise Emotionen und bildstarke Sprache. Man fühlt sich in die Figuren hineinversetzt und teilt ihren Schmerz. Die Erzählung integriert originelle Elemente wie Majas Kinderzeichnungen, Gerichtsmedizinberichte, Anwaltsbriefe und kursiv gesetzte „Was wäre wenn"-Fragen auf schwarzem Hintergrund. Diese Gestaltung verstärkt die Wirkung.
Obwohl fiktiv wirkt die Geschichte hochrealistisch. Sie beschäftigt sich ehrlich mit Trauerbewältigung und gesellschaftlichen Themen. Kritik verdient die pauschale Darstellung, etwa wenn alle Männer pauschal als Frauenfeinde gelten. Gewalt gegen Frauen ist real, doch Generalisierungen schwächen die Argumentation.
Insgesamt ist es ein Roman, der unter die Haut geht und zum Nachdenken über häusliche Gewalt anregt. Die Figuren bleiben nachhaltig im Kopf, auch wenn einzelne Passagen zu vereinfacht sind. Für Leser, die literarische Tiefe mit sozialem Engagement suchen, ein lesenswertes Werk.
Der Schreibstil überzeugt durch präzise Emotionen und bildstarke Sprache. Man fühlt sich in die Figuren hineinversetzt und teilt ihren Schmerz. Die Erzählung integriert originelle Elemente wie Majas Kinderzeichnungen, Gerichtsmedizinberichte, Anwaltsbriefe und kursiv gesetzte „Was wäre wenn"-Fragen auf schwarzem Hintergrund. Diese Gestaltung verstärkt die Wirkung.
Obwohl fiktiv wirkt die Geschichte hochrealistisch. Sie beschäftigt sich ehrlich mit Trauerbewältigung und gesellschaftlichen Themen. Kritik verdient die pauschale Darstellung, etwa wenn alle Männer pauschal als Frauenfeinde gelten. Gewalt gegen Frauen ist real, doch Generalisierungen schwächen die Argumentation.
Insgesamt ist es ein Roman, der unter die Haut geht und zum Nachdenken über häusliche Gewalt anregt. Die Figuren bleiben nachhaltig im Kopf, auch wenn einzelne Passagen zu vereinfacht sind. Für Leser, die literarische Tiefe mit sozialem Engagement suchen, ein lesenswertes Werk.