Öffnet die Augen

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svettusch Avatar

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"Da, wo ich dich sehen kann" ist ein sehr bewegendes Buch, das sowohl nahbar, als auch faktisch auf Femizide aufmerksam macht. Denn Maja verliert ihre Mutter an ihren Vater, welcher sie brutal ermordet - und sie selbst ist auch noch diejenige, die ihre Mutter auffindet.

Das Buch wechselt dabei zwischen zahlreichen Perspektiven - zwischen all den Menschen, die von diesem schweren Schicksal betroffen sind. Emma selber, Majas Mutter, kommt auch zu Wort. So wird sehr vielschichtig erzählt, wie es zu dem Unglück kam, aber auch, wie komplex diese Situation ist. Es gibt weiterhin immer wieder Zeitungsausschnitte, die untermauern, dass es sich hierbei nicht um einen Einzelfall handelt.

Trotz der bewegenden Thematik kam ich etwas schwer in die Geschichte selber hinein, was vor allem am Schreibstil der Autorin lag. Dieser wirkte auf mich sehr erzählend und klar, was ich sonst eher nicht gewohnt bin. Mit der Zeit konnte ich jedoch immer mehr in die Geschichte eintauchen und auch mitfühlen. Auch jetzt hängt mir das Buch noch nach und viele Zahlen oder Gedanken kreisen noch immer in meinem Kopf herum. Auf jeden Fall ein Werk, das nachhallt.