Zwischen Liebe und Gewalt

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ullap64 Avatar

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Emma, Mutter der neunjährigen Maja, wird nach langen Zeiten verbaler und körperlicher Gewalt von Ihrem Ehemann, dem Vater der kleinen Maja, im häuslichen Umfeld ermordet. Maja wird von da an von ihren Großeltern mütterlicherseits betreut. Emmas beste Freundin Liv, Majas Patentante, steht unterstützend zur Seite, sie hatte schon immer ein gutes Verhältnis zu ihrem Patenkind.
Die Geschichte wird wechselseitig aus der Sicht von Maja, Liv den Großeltern als auch von Emma vor deren Tod erzählt. Inhaltlich keine leichte Kost, die Autorin geht aber für mich sehr sensibel mit diesem schwierigen, aber auch so wichtigen Thema häusliche Gewalt und Femizid um und setzt dies auch sprachlich klar und gekonnt um. Tiefe Einblicke in das Seelenleben vor allem der kleinen Maja haben mich hier sehr berührt, sie reflektiert die ganze Situation auf sich selbst, hat sie womöglich "Schuld" am Tod ihrer Mutter? Durch die stets wechselnden Perpektiven gewinnt man einen sehr guten Einblick, wie sich der Mord auf die verschiedenen Personen ausgewirkt hat und deren komplettes Leben beeinflusst und auf den Kopf stellt. Allein dem Vater Majas wird hier - glücklicherweise - kein Forum gegeben.
Eine Geschichte, die noch lange in mir nachhallen wird und für die ich eine absolute Leseempfehlung für alle geben, die sich hier inhaltlich nicht triggern lassen.