Ein liebevoll und kindgerecht verfasstes Buch über ADHS
Jette Kötschaus Roman „Dabei waren wir uns immer so nah“ punktet ab der ersten Seite mit unaufgeregter, emotionaler Tiefe und wirft den Leser direkt in das Beziehungsgeflecht der drei Freundinnen Merle, Henri und Katharina. Die direkt erlebbare Erzählweise fängt die feinen Kontraste zwischen Henris pulsierender Kulturszene und Merles isoliertem, erschöpfendem Alltag als junge Mutter im grauen Winter hervorragend ein.
Was mir richtig gut gefällt:
Treffsichere Beobachtungen: Ob das wortwörtliche Analysieren von WhatsApp-Nachrichten oder die logistische Erschöpfung eines Winterspaziergangs mit Kinderwagen – die Alltagsdetails sitzen perfekt.
Authentische Kontraste: Das Buch zeigt ungeschönt und ohne Kitsch, wie sich Lebensentwürfe in den Zwanzigern plötzlich voneinander entfernen und eine tiefe Einsamkeit hinterlassen können.
Mein kritischer Blick:
Hohe Schwermut: Wer eine lockere Wohlfühl-Geschichte über Frauenfreundschaften sucht, wird vom melancholischen Grundton rund um Alkoholsucht, Beziehungsalltag und Überforderung eventuell überrollt.
Mein Fazit:
Ein handwerklich sauberer, moderner und emotional greifbarer Romanauftakt. Wer charakterzentrierte Geschichten mit echten, fehlerhaften Figuren schätzt, findet hier ein solides, atmosphärisches Fundament.
Was mir richtig gut gefällt:
Treffsichere Beobachtungen: Ob das wortwörtliche Analysieren von WhatsApp-Nachrichten oder die logistische Erschöpfung eines Winterspaziergangs mit Kinderwagen – die Alltagsdetails sitzen perfekt.
Authentische Kontraste: Das Buch zeigt ungeschönt und ohne Kitsch, wie sich Lebensentwürfe in den Zwanzigern plötzlich voneinander entfernen und eine tiefe Einsamkeit hinterlassen können.
Mein kritischer Blick:
Hohe Schwermut: Wer eine lockere Wohlfühl-Geschichte über Frauenfreundschaften sucht, wird vom melancholischen Grundton rund um Alkoholsucht, Beziehungsalltag und Überforderung eventuell überrollt.
Mein Fazit:
Ein handwerklich sauberer, moderner und emotional greifbarer Romanauftakt. Wer charakterzentrierte Geschichten mit echten, fehlerhaften Figuren schätzt, findet hier ein solides, atmosphärisches Fundament.