Authentisch

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sonne9 Avatar

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Merle, Katharina und Henri sind enge Freundinnen seit dem Studium. Angekommen in den 30ern finden sie sich in unterschiedlichen Lebensentwürfe wieder, wodurch ihre Verbindung immer mehr an Nähe verliert. Während Merle in ihre Mutterrolle hineinwächst ,ohne nennenswerte Unterstützung von ihrem Mann zu erhalten, wird Katharina von ihrem Freund bezüglich ihres starken Kinderwunsches immer wieder ausgebremst und Henri muss den Tod ihrer geliebten Großmutter verkraften. Wie können sich die drei Freundinnen wieder annähern und sich in ihren unterschiedlichen Herausforderungen beistehen?

Jette Kötschau lässt uns in ihrem Debütroman „Dabei waren wir uns immer so nah“ in abwechselnden Kapiteln in die inneren Konflikte der drei Frauen eintauschen. Sie versteht es, realistische Figuren zu erschaffen und vom wahren Leben zu erzählen. Ihr Schreibstil ist leicht, zugänglich und authentisch, wodurch trotz der beständig wechselnden Erzählperspektiven ein flüssiges Leseerlebnis entstehen kann.

„Dabei waren wir uns immer so nah“ ist ein gelungenes Erstlingswerk, das die Lesenden daran erinnert, wie wichtig Frauenfreundschaften sind und ein Beispiel dafür liefert, wie wir einander wiederfinden können, wenn wir uns aufgrund unterschiedlicher Lebensrealitäten verloren haben. Ein Roman, der nicht auf künstliche Inszenierung und dramatische Wendungen setzt, sondern authentische Emotionen und Gedankenwelten einfängt.