Echt und authentisch

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leselockbuch Avatar

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Henri, Merle und Katharina sind seit dem Studium die besten Freundinnen. Jetzt, in ihren Dreißigern, haben sie nur noch selten Kontakt.
Henri arbeitet im Museum und ist nebenbei auf der Suche nach einem Raum für ein Arthaus-Kino, das sie betreiben möchte. Dann liegt auf einmal ihre Oma, die sie zum großen Teil aufgezogen hat, im Sterben.
Merle ist mit ihrem Baby Paul beschäftigt und hat Schwierigkeiten, aus ihrem Neumutter-Universum herauszukommen. Ihr Mann Flo und sie hatten geplant, sich gemeinsam um das Kind zu kümmern und nun kümmert er sich um Job und Baustelle und nimmt sich eine Auszeit, wenn er sie braucht und sie ist quasi rund um die Uhr für das Baby zuständig.
Katharina arbeitet in einer Buchhandlung und möchte mit ihrem langjährigen Partner endlich ein Kind bekommen, aber dieser ziert sich.
Diese Situationen, die beschrieben werden, sind keine großen Dramen und keine aufgebauschten Probleme, sondern eine Realität, die viele kennen. Wer hat noch nicht gute Freundinnen bzw. Freunde mit der Zeit aus den Augen verloren, weil man einfach auseinandergedriftet ist und plötzlich in anderen Welten lebt? Wer kämpft nicht mal mit der Rollenverteilung im Bereich Haushalt und Kind?
Ich finde diese Geschichte so echt und nachvollziehbar und so typisch für die Herausforderungen, die Frauen heutzutage haben.
Außerdem zeigt der Roman für mich, wie wichtig es ist, dass Frauen sich gegenseitig unterstützen und dass es nie zu spät ist für neue Freundschaften.
Sehr empfohlen - auch für Männer ... :-)