Eine lebensnahe Geschichte über sich verändernde Freundinnenschaft
Was für ein wundervolles Debüt! Jette Kötschau schreibt sanft, ehrlich und vielschichtig über drei Freundinnen, deren Erwachsenenleben sie voneinander entfernt hat. Sie legt dabei so einen liebevollen Fokus auf Freundinnenschaften, dass ich erfüllt und dankbar für meine Friends aus der Lektüre gehe.
Sprachlich ist der Roman zugänglich und angenehm nahbar gehalten. Die Perspektiven wechseln zwischen Merle, Henri und Katharina, die ihre 20er unbeschwert und ganz eng miteinander verbracht haben, nun aber zunehmend auseinanderdriften. Während Henri definitiv keine eigenen Kinder möchte und mit dem Tod ihrer geliebten Oma umgehen muss, struggeln Merle und Katharina mit dem Thema Mutterschaft. In Merles Fall zwar erfüllt, aber dafür mit einer Fülle an Überforderung, Einsamkeit und Frust ihrem oft abwesenden Partner gegenüber. Katharina wiederum versucht ihren Kinderwunsch mit einem Partner zu vereinen, der ihn nicht zu teilen scheint.
Die einzelnen Leben sind für sich stehend schon interessant, emotional greifbar und vielschichtig. Miteinander verbunden werden sie zu einem perfekten Leseerlebnis. Ob die subtile Unsicherheit den eigentlich so engen Freundinnen gegenüber, Neid angesichts des vermeintlichen Babyglücks oder dezentes Unverständnis - die emotionale Bandbreite dieses Romans ist immens.
Dabei verzichtet die Autorin offensichtlich nicht auf ernste Themen und Konflikte, lässt die Geschichte aber nie schwer werden. Denn in den dunklen Momenten treten immer Figuren auf, die einmal mehr unterstreichen, wie unermesslich wichtig Freund*innenschaften sind. Die ehrliche Reflexion darüber, dass sie sich im Laufe des Lebens auch verändern können, wir diesem Fakt aber nicht machtlos ausgeliefert sind, ist ein wichtiger Kern des Buches. Freund*innenschaften sind kein Nice-to-have, das von alleine funktionieren muss, sondern verdienen genauso viel Arbeit wie andere Beziehungen auch.
Eine unbedingte Empfehlung für diesen Roman, der mich eingesaugt, vorsichtig getragen und am Ende mit ganz warmem Herzen wieder ausgespuckt hat.
Sprachlich ist der Roman zugänglich und angenehm nahbar gehalten. Die Perspektiven wechseln zwischen Merle, Henri und Katharina, die ihre 20er unbeschwert und ganz eng miteinander verbracht haben, nun aber zunehmend auseinanderdriften. Während Henri definitiv keine eigenen Kinder möchte und mit dem Tod ihrer geliebten Oma umgehen muss, struggeln Merle und Katharina mit dem Thema Mutterschaft. In Merles Fall zwar erfüllt, aber dafür mit einer Fülle an Überforderung, Einsamkeit und Frust ihrem oft abwesenden Partner gegenüber. Katharina wiederum versucht ihren Kinderwunsch mit einem Partner zu vereinen, der ihn nicht zu teilen scheint.
Die einzelnen Leben sind für sich stehend schon interessant, emotional greifbar und vielschichtig. Miteinander verbunden werden sie zu einem perfekten Leseerlebnis. Ob die subtile Unsicherheit den eigentlich so engen Freundinnen gegenüber, Neid angesichts des vermeintlichen Babyglücks oder dezentes Unverständnis - die emotionale Bandbreite dieses Romans ist immens.
Dabei verzichtet die Autorin offensichtlich nicht auf ernste Themen und Konflikte, lässt die Geschichte aber nie schwer werden. Denn in den dunklen Momenten treten immer Figuren auf, die einmal mehr unterstreichen, wie unermesslich wichtig Freund*innenschaften sind. Die ehrliche Reflexion darüber, dass sie sich im Laufe des Lebens auch verändern können, wir diesem Fakt aber nicht machtlos ausgeliefert sind, ist ein wichtiger Kern des Buches. Freund*innenschaften sind kein Nice-to-have, das von alleine funktionieren muss, sondern verdienen genauso viel Arbeit wie andere Beziehungen auch.
Eine unbedingte Empfehlung für diesen Roman, der mich eingesaugt, vorsichtig getragen und am Ende mit ganz warmem Herzen wieder ausgespuckt hat.