Freundinnen für immer. Oder?
Freundinnen für immer. Oder?
Henri, Merle und Katharina sind während der Unizeit eng zusammengewachsen, zumindest dachten sie das, denn irgendwann gelangten sie alle an Punkte, an denen sie voneinander wegdrifteten. Karrieren, Reisen, Familie gründen, das Leben mit dem Partner genießen, jede für sich setzte einen neuen Fokus. Und wirklich Platz für die besten Freundinnen blieb dabei nicht.
Ich finde das Thema ungemein spannend, da ich durch genau diese Phase "durch" bin. Kürzlich erst. Dieses sich Einsam fühlen, weil eine wegzieht, die andere eine Familie gründet usw. Ich habe mehrere Stränge nachvollziehen können, doch am meisten emotional verbunden fühlte ich mich mit Merle, denn ein Baby stellt das Leben, aus meiner persönlichen Erfahrung, am meisten auf den Kopf. Man will nicht Nein sagen zu Treffen, man hat oft keine andere Wahl. Und es tut weh, wenn die Frage seltener kommt. Dennoch muss ich sagen, dass dieses Thema einen Funken zu klischeebehaftet beschrieben wurde.
Dennoch muss ich sagen, dass mir der Fokus etwas zu stark auf Merle lag, denn sie hat mit Abstand die meiste Erzählzeit in dem Roman bekommen. Es passieren Dinge, die mich wütend gemacht haben und die für mich ein absolutes No-Go sind. Im Leben. Trotzdem ist mir natürlich bewusst, dass das hier ein Roman ist und dieses No-Go sehr oft auch im wahren Leben vorkommt. Es sollte vielleicht für Wut sorgen und hat es bei mir geschafft.
Henris Traum vom eigenen Kino mitzuverfolgen war sehr authentisch, denn diese innere Zerrissenheit war greifbar. Ihr Privatleben hat es ihr umso schwerer gemacht, sich auf ihren beruflichen Traum zu fokussieren - und so geht es uns doch eigentlich allen. Wie schön wäre es, mal nur eine einzige Baustelle im Leben zu haben?
Alles in allem war es ein gut zu lesender Roman, durch dessen Seiten ich wirklich schnell geflogen bin, was ein Kompliment für den Schreibstil dieses Debüts ist. Hier und da war mir das Erzähltempo einen Funken zu langsam, was der Story aber keinen Abbruch tut.
Henri, Merle und Katharina sind während der Unizeit eng zusammengewachsen, zumindest dachten sie das, denn irgendwann gelangten sie alle an Punkte, an denen sie voneinander wegdrifteten. Karrieren, Reisen, Familie gründen, das Leben mit dem Partner genießen, jede für sich setzte einen neuen Fokus. Und wirklich Platz für die besten Freundinnen blieb dabei nicht.
Ich finde das Thema ungemein spannend, da ich durch genau diese Phase "durch" bin. Kürzlich erst. Dieses sich Einsam fühlen, weil eine wegzieht, die andere eine Familie gründet usw. Ich habe mehrere Stränge nachvollziehen können, doch am meisten emotional verbunden fühlte ich mich mit Merle, denn ein Baby stellt das Leben, aus meiner persönlichen Erfahrung, am meisten auf den Kopf. Man will nicht Nein sagen zu Treffen, man hat oft keine andere Wahl. Und es tut weh, wenn die Frage seltener kommt. Dennoch muss ich sagen, dass dieses Thema einen Funken zu klischeebehaftet beschrieben wurde.
Dennoch muss ich sagen, dass mir der Fokus etwas zu stark auf Merle lag, denn sie hat mit Abstand die meiste Erzählzeit in dem Roman bekommen. Es passieren Dinge, die mich wütend gemacht haben und die für mich ein absolutes No-Go sind. Im Leben. Trotzdem ist mir natürlich bewusst, dass das hier ein Roman ist und dieses No-Go sehr oft auch im wahren Leben vorkommt. Es sollte vielleicht für Wut sorgen und hat es bei mir geschafft.
Henris Traum vom eigenen Kino mitzuverfolgen war sehr authentisch, denn diese innere Zerrissenheit war greifbar. Ihr Privatleben hat es ihr umso schwerer gemacht, sich auf ihren beruflichen Traum zu fokussieren - und so geht es uns doch eigentlich allen. Wie schön wäre es, mal nur eine einzige Baustelle im Leben zu haben?
Alles in allem war es ein gut zu lesender Roman, durch dessen Seiten ich wirklich schnell geflogen bin, was ein Kompliment für den Schreibstil dieses Debüts ist. Hier und da war mir das Erzähltempo einen Funken zu langsam, was der Story aber keinen Abbruch tut.