Freundschaft muss wachsen…

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Das Buch Dabei waren wir uns immer so nah von Jette Kötschau hat mich wirklich überrascht. Ich hätte nicht gedacht dass so ein schmales Buch mich derart berühren kann. Die 230 Seiten sind relativ schnell gelesen, doch die drei Hauptfiguren Henri, Katharina und Merle fühlen sich an als wären sie auch meine Freundinnen. Es geht darum wie man eine Freundschaft unter Frauen noch weiter leben kann auch wenn man inzwischen in ganz anderen Lebensabschnitten ist. Es ist nicht mehr wie in der Uni wo man sich sowieso jeden Tag sieht oder sowieso die gleichen Vorlesungen, Interessen und Tagesabläufe hat. Der Alltag wird nun beherrscht von Baby, Kinderwunsch, Arbeit, Selbstverwirklichung, Trauer und so vielen anderen Dingen. Treffen müssen mühsam arrangiert werden und kommen doch oft nicht zu Stande. Ich fand diesen Einblick den Kötschau in eine Freundschaft, die erwachsen geworden ist, sehr wertvoll und es hat mich sehr berührt. Irgendwie ist das genau dieser Lebensabschnitt in dem auch ich mich gerade befinde. Manchmal kann man mit seinen Freundinnen über Dinge in seinem Leben nicht wirklich sprechen weil man sie nicht mehr nachvollziehen kann. Und diese Einsamkeit, diese Traurigkeit die daraus entsteht fand ich unfassbar gut eingefangen. Das Buch zeigt einem wieder auf worauf es wirklich ankommt und dass man sich wirklich Mühe geben muss um diese Freundschaften zu erhalten denn sie sind es wirklich wert. Und man kann auch neue Freunde finden die einen durch das Leben begleiten. Es ist nicht nur Partnerschaft und Elternschaft die im Leben wichtig sind sondern immer auch die Macht der Freundschaft.
Insgesamt hat mir dieses Buch wirklich gut gefallen und ich lege es jedem ans Herzen der von Mitte 20 bis Mitte 30 sich manchmal fragt was ist denn eigentlich die Freundschaft und wie können wir uns weiter entwickeln.