Freundschaft und das Leben

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cazymonkey Avatar

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Drei Freundinnen, die sich irgendwann nach ihrer Studienzeit aus den Augen verlieren, denn das Leben kommt ihnen, wie sovielen in Realität auch, dazwischen...

Merle ist seit kurzem Mutter, gemeinsam mit ihrem Partner Flo läuft der Bau vom Eigenheim und sie sollte sich beim Blick auf ihren Sohn erfüllt fühlen. Doch im Gegenteil, die Aufgaben der Elternschaft lasten hauptsächlich auf ihren Schultern und obwohl sie nicht eine Stunde seit der Geburt alleine war, kam sie sich noch nie so einsam vor.
Henri kämpft hingegen mit ihrer Vergangenheit, dass ihre Mutter dem Alkoholismus verfallen ist und ihre Großmutter, die für sie da war, nun im Sterben liegt. Früher gab es ihre Freundinnen, durch die sie lernte, dass Freundschaft manchmal keiner Erklärung bedarf, um füreinander da zu sein, jetzt genießt sie die Stille ihres künstlerischen Seins zwar, aber spürt trotzdem die Einsamkeit.
Und dann ist da noch Katharina, die mit Ole bereits damals die Liebe ihres Lebens gefunden hatte, einen scheinbar perfekten Weg für die Zukunft voraus hatte und jetzt in einer Partnerschaft feststeckt, in der ihr ein Kind fehlt, ihre Freundschaften an diesem Thema zu zerbrechen scheinen und ihr eine Ansprechperson fern ist.

Drei Frauen, deren Lebenssituationen nicht unterschiedlicher sein könnten und dennoch so glaubhaft und nahbar geschrieben sind, dass ich mich beim Hören in Gedanken und Emotionen zu den zahlreichen Themen noch nie so verstanden gefühlt habe. Es ist der Autorin auch sehr gut gelungen, feinfühlig immer noch weitverbreitete Tabus z.B. in Sachen Kinderwunsch aufzuarbeiten. Gleichzeitig steht vorallem die Entwicklung, das Reifen und die Veränderung der Freundschaften im Mittelpunkt des Romans und war damit sicherlich das gefühlvolle Highlight.

Die Sprecherin Rebecca Veil übernahm alle drei Ansichten, von daher war es zu Beginn nicht so leicht zu unterscheiden, welche der Freundinnen sie gerade vorlas, jedoch werden ihre Namen immer recht zeitig in den jeweiligen Kapiteln erwähnt.

Fazit: Eine wichtige Botschaft des Romans ist unter anderem, dass eine Beurteilung von Außen auf das Sein anderer meist zu falschen Annahmen führt und aus Entfernung wieder Nähe werden kann!