Freundschaft, wie sie wirklich ist
Henri, Merle und Katharina sind Anfang 30, leben in Köln und seit etwa zehn Jahren miteinander befreundet. Doch inzwischen führen sie Leben, die unterschiedlicher kaum sein könnten.
Henri arbeitet in einem Museum und träumt von einem eigenen Kino. Das schwierige Verhältnis zu ihrer alkoholkranken Mutter und die enge Bindung zu ihrer Oma Herta begleiten sie dabei bis heute.
Katharina arbeitet in einer Buchhandlung und fragt sich nach mehr als zehn Jahren Beziehung mit Ole zunehmend, ob beide eigentlich noch dasselbe vom Leben wollen. Insbesondere ihr großer Kinderwunsch steht zwischen ihnen.
Und Merle fühlt sich seit der Geburt ihres Sohnes Paul zunehmend einsam. Während ihr Partner Flo mit dem Hausbau beschäftigt ist, bleibt ein Großteil der Care-Arbeit an ihr hängen und auch ihre Freundinnen sieht sie kaum noch.
Jede der drei Freundinnen hat ihre eigenen Baustellen in Leben, von denen die anderen teilweise erstaunlich wenig wissen. Alte Rituale verschwinden, Treffen werden seltener und ihre Freundschaft driftet immer weiter auseinander. Und trotzdem reißt die Verbindung nie ganz ab. Im Kern geht es um die Frage: Wie hält man eine Freundschaft aufrecht, wenn einen inzwischen mehr zu trennen als zu verbinden scheint?
Genau das mochte ich so sehr. Das Buch verklärt langjährige Freundschaften nicht, sondern zeigt, dass Menschen sich weiterentwickeln. Und dies manchmal eben auch in unterschiedliche Richtungen. Gleichzeitig ist es eine Liebeserklärung an Erwachsenenfreundschaften und daran, dass auch Menschen, die später in unser Leben treten, zu unseren wichtigsten Vertrauten werden können.
Das Cover gefällt mir richtig gut. Es ist jung, modern und passend zum Buch. Der Schreibstil ist unglaublich nahbar und kurzweilig, man findet sofort in die Geschichte und es gibt für mich keine unnötigen Längen.
Vor allem aber liebe ich die Authentizität. Henri, Merle und Katharina fühlen sich nicht wie Romanfiguren an, sondern wie echte Frauen mit eigenen Gefühlen. Ich konnte ihre Gefühlswelt so gut nachempfinden und hatte beim Lesen immer wieder Momente, in denen ich dachte: "Ja, kenne ich."
Durch die kurzen, abwechselnd aus Sicht der drei Frauen erzählten Kapitel liest sich das Buch unglaublich schnell. Jette Kötschau schafft dabei eine solche Nähe zu ihren Figuren, dass man fast glaubt, selbst Teil dieser Freundschaft zu sein.
Kurzum: Ich liebe dieses Buch! Ich habe selten ein so ehrliches Buch gelesen, das die Gedanken seiner Protagonistinnen so gut einfängt. Ich wünschte, es würde nie enden und ich könnte Henri, Merle und Katharina noch viel länger begleiten. Für mich ein absolutes Lesehighlight!
Ganz klare Leseempfehlung für Frauen und Männer!
Henri arbeitet in einem Museum und träumt von einem eigenen Kino. Das schwierige Verhältnis zu ihrer alkoholkranken Mutter und die enge Bindung zu ihrer Oma Herta begleiten sie dabei bis heute.
Katharina arbeitet in einer Buchhandlung und fragt sich nach mehr als zehn Jahren Beziehung mit Ole zunehmend, ob beide eigentlich noch dasselbe vom Leben wollen. Insbesondere ihr großer Kinderwunsch steht zwischen ihnen.
Und Merle fühlt sich seit der Geburt ihres Sohnes Paul zunehmend einsam. Während ihr Partner Flo mit dem Hausbau beschäftigt ist, bleibt ein Großteil der Care-Arbeit an ihr hängen und auch ihre Freundinnen sieht sie kaum noch.
Jede der drei Freundinnen hat ihre eigenen Baustellen in Leben, von denen die anderen teilweise erstaunlich wenig wissen. Alte Rituale verschwinden, Treffen werden seltener und ihre Freundschaft driftet immer weiter auseinander. Und trotzdem reißt die Verbindung nie ganz ab. Im Kern geht es um die Frage: Wie hält man eine Freundschaft aufrecht, wenn einen inzwischen mehr zu trennen als zu verbinden scheint?
Genau das mochte ich so sehr. Das Buch verklärt langjährige Freundschaften nicht, sondern zeigt, dass Menschen sich weiterentwickeln. Und dies manchmal eben auch in unterschiedliche Richtungen. Gleichzeitig ist es eine Liebeserklärung an Erwachsenenfreundschaften und daran, dass auch Menschen, die später in unser Leben treten, zu unseren wichtigsten Vertrauten werden können.
Das Cover gefällt mir richtig gut. Es ist jung, modern und passend zum Buch. Der Schreibstil ist unglaublich nahbar und kurzweilig, man findet sofort in die Geschichte und es gibt für mich keine unnötigen Längen.
Vor allem aber liebe ich die Authentizität. Henri, Merle und Katharina fühlen sich nicht wie Romanfiguren an, sondern wie echte Frauen mit eigenen Gefühlen. Ich konnte ihre Gefühlswelt so gut nachempfinden und hatte beim Lesen immer wieder Momente, in denen ich dachte: "Ja, kenne ich."
Durch die kurzen, abwechselnd aus Sicht der drei Frauen erzählten Kapitel liest sich das Buch unglaublich schnell. Jette Kötschau schafft dabei eine solche Nähe zu ihren Figuren, dass man fast glaubt, selbst Teil dieser Freundschaft zu sein.
Kurzum: Ich liebe dieses Buch! Ich habe selten ein so ehrliches Buch gelesen, das die Gedanken seiner Protagonistinnen so gut einfängt. Ich wünschte, es würde nie enden und ich könnte Henri, Merle und Katharina noch viel länger begleiten. Für mich ein absolutes Lesehighlight!
Ganz klare Leseempfehlung für Frauen und Männer!