Nahbare und authentische Handlung

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jessi_bf95 Avatar

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Dabei waren wir uns immer so nah von Jette Kötschau hatte mich direkt angesprochen, da es hier um Freundschaft in den Dreißigern geht, in denen sich die Frauen in unterschiedlichen Lebenssituationen befinden.

Die Perspektive wechselt hier in jedem Kapitel aus der Sicht von einer der drei Freundinnen Henri, Katharina und Merle.
Henri ist Single und träumt von einem eigenen Kino, Merle ist erst Mutter geworden und fühlt sich dabei sehr allein und Katharina ist seit 10 Jahren in einer Beziehung und hat einen Kinderwunsch.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, es war sehr nahbar geschrieben, wodurch man sich in jede der Frauen wirklich gut hineinversetzen und dabei die Wut, Trauer und Unsicherheit sehr gut mitfühlen konnte.

Der Fokus liegt sowohl auf den jeweiligen Veränderungen und dem Wachstum der Frauen als auch auf den Veränderungen innerhalb der Freundschaft. Durch die unterschiedlichen Lebenssituationen fehlt teilweise das Verständnis füreinander, gerade da nicht jede der Frauen weiß wie es der anderen geht. Wodurch letzten Endes Abstand und teilweise Neid entsteht.

Meiner Meinung nach hätte das Buch länger sein können, um eine tiefere Verbindung zu den Charakteren aufbauen und bei den einzelnen Situationen mehr in die Tiefe gehen zu können. Insgesamt hat es mir aber sehr gut gefallen, ich denke jeder in den Dreißigern und mit ähnlichen Themen wird sich in diesem Buch gesehen fühlen. Vor allem der Schreibstil und die nahbare Beschreibung hat mich überzeugt. Für mich ein 4,5 Sterne Buch.