Trifft das Lebensgefühl vieler Frauen in den 30ern
"Dabei wir uns immer so nah" ist das Romandebüt von Jette Kötschau und ein sehr berührendes Buch, das auch als Hörbuch, einfühlsam, unterhaltsam und authentisch gesprochen von Rebecca Veil, sehr überzeugt. Ich habe das Hörbuch gerade beendet und fühle mich emotional immer noch sehr verstanden in Bezug auf das, was auch ich in meinen 30ern erlebt habe und was so viele Frauen in der heutigen Zeit verbindet und aber gleichzeitig auseinanderbringt: die unzähligen Lebensthemen und Herausforderungen, die auf uns alle in dieser Zeit einströmen, aber oft eben nicht zugleich, sodass es sich anfühlt, als ob unsere Leben immer mehr auseinanderdriften würden und es so schwierig ist, an der ehemals so nahen Freundschaft und Verbundenheit festzuhalten.
So geht es auch Henri, Merle und Katharina, die in Schul- bzw. Studienzeit allerbeste Freundinnen waren, ständig voneinander gehört, viel miteinander unternommen und all ihre Sorgen und Probleme miteinander geteilt haben.
Doch ganz leise und subtil haben sie begonnen, sich voneinander zu entfremden: ausgerechnet Merle, von der die Freundinnen angenommen hätten, sie wolle mit ihrem Partner für immer ein DINKS-Leben ohne Kinder genießen, ist nun Mutter eines kleinen Sohnes.
Dass sie darüber aber nicht merklich jeden Tag nur überglücklich ist und strahlt, sondern mit Einsamkeit, Überforderung und kaum mehr Zeit für sich zu kämpfen hat, fällt wiederum Katharina sehr schwer zu sehen, denn diese hat seit Jahren einen heimlichen unerfüllten Kinderwunsch, von dem die Freundinnen gar nichts wissen. Schon seit Jahren möchte sie gerne mit ihrem Partner beginnen, ein Baby zu bekommen, doch dieser vertröstet sie immer weiter und es ist nicht klar, ob das überhaupt noch etwas wird mit ihm.
Henri hingegen hat kein Kind und will auch keine, doch auch sie kämpft mit ihren ganz eigenen Herausforderungen: einer schwierigen Beziehung zu ihrer Mutter und der Begleitung der geliebten Großmutter, die im Sterben liegt. Dabei könnte sie die emotionale Unterstützung ihrer Freundinnen ebenfalls gut brauchen, die haben aber viel mit ihren eigenen Themen zu tun und weniger Zeit als früher.
Dem Roman gelingt es unglaublich gut, zu beschreiben und spürbar zu machen, wie die drei jungen Frauen alle mit ihren Herausforderungen zu kämpfen haben und sich eigentlich die alte Verbundenheit zurückwünschen, wie schwierig das aber für sie ist, obwohl alle drei eigentlich sympathische junge Frauen sind, die ihre Freundinnen aufrichtig schätzen. Doch die 30er bringen ihre ganz besonderen Schwierigkeiten mit sich und das noch einmal mehr in Zeiten, in denen Lebensentwürfe so stark auseinanderdriften wie kaum in einer Zeit zuvor.
Ich kann das Hörbuch allen, die selbst ungefähr in ihren 30ern sind und mit ähnlichen Themen zu tun haben, wärmstens empfehlen: man fühlt sich beim Hören einfach nur sowas von verstanden, die Autorin findet so passende Worte für all diese schwierigen Gefühle in dieser Zeit. Aber auch, wer sich in einem anderen Lebensalter befindet, aber Menschen in diesem Alter kennt und schätzt, kann von dem Hören dieses Hörbuches profitieren, denn nicht nur lernt man dabei viel über heutige Millenials, sondern es ist auch noch eine gute Unterhaltung.
So geht es auch Henri, Merle und Katharina, die in Schul- bzw. Studienzeit allerbeste Freundinnen waren, ständig voneinander gehört, viel miteinander unternommen und all ihre Sorgen und Probleme miteinander geteilt haben.
Doch ganz leise und subtil haben sie begonnen, sich voneinander zu entfremden: ausgerechnet Merle, von der die Freundinnen angenommen hätten, sie wolle mit ihrem Partner für immer ein DINKS-Leben ohne Kinder genießen, ist nun Mutter eines kleinen Sohnes.
Dass sie darüber aber nicht merklich jeden Tag nur überglücklich ist und strahlt, sondern mit Einsamkeit, Überforderung und kaum mehr Zeit für sich zu kämpfen hat, fällt wiederum Katharina sehr schwer zu sehen, denn diese hat seit Jahren einen heimlichen unerfüllten Kinderwunsch, von dem die Freundinnen gar nichts wissen. Schon seit Jahren möchte sie gerne mit ihrem Partner beginnen, ein Baby zu bekommen, doch dieser vertröstet sie immer weiter und es ist nicht klar, ob das überhaupt noch etwas wird mit ihm.
Henri hingegen hat kein Kind und will auch keine, doch auch sie kämpft mit ihren ganz eigenen Herausforderungen: einer schwierigen Beziehung zu ihrer Mutter und der Begleitung der geliebten Großmutter, die im Sterben liegt. Dabei könnte sie die emotionale Unterstützung ihrer Freundinnen ebenfalls gut brauchen, die haben aber viel mit ihren eigenen Themen zu tun und weniger Zeit als früher.
Dem Roman gelingt es unglaublich gut, zu beschreiben und spürbar zu machen, wie die drei jungen Frauen alle mit ihren Herausforderungen zu kämpfen haben und sich eigentlich die alte Verbundenheit zurückwünschen, wie schwierig das aber für sie ist, obwohl alle drei eigentlich sympathische junge Frauen sind, die ihre Freundinnen aufrichtig schätzen. Doch die 30er bringen ihre ganz besonderen Schwierigkeiten mit sich und das noch einmal mehr in Zeiten, in denen Lebensentwürfe so stark auseinanderdriften wie kaum in einer Zeit zuvor.
Ich kann das Hörbuch allen, die selbst ungefähr in ihren 30ern sind und mit ähnlichen Themen zu tun haben, wärmstens empfehlen: man fühlt sich beim Hören einfach nur sowas von verstanden, die Autorin findet so passende Worte für all diese schwierigen Gefühle in dieser Zeit. Aber auch, wer sich in einem anderen Lebensalter befindet, aber Menschen in diesem Alter kennt und schätzt, kann von dem Hören dieses Hörbuches profitieren, denn nicht nur lernt man dabei viel über heutige Millenials, sondern es ist auch noch eine gute Unterhaltung.