Über das Erwachsenwerden und neue Lebenswege
Henri, Merle und Katharina sind seit dem gemeinsamen Studium die besten Freundinnen und haben fast jeden Tag gemeinsam verbracht. Eigentlich dachten die Drei, dass diese Freundschaft nie auseinandergehen könnte und ihr gemeinsames Leben so weitergehen würde. Doch mit Anfang dreißig hat das Leben Henri, Merle und Katharina in verschiedene Richtungen geführt. Sie sind erwachsen geworden und jede von ihnen verfolgt einen anderen Lebensentwurf. Und obwohl die drei jungen Frauen mit ihren eigenen Herausforderungen beschäftigt sind, wird ihnen immer wieder bewusst, wie sehr sie die gemeinsamen Treffen, die vertrauten Gespräche und die Nähe zueinander vermissen....
Auf nur 240 Seiten begleiten wir Katharina, Merle und Henri und erleben eine kurze Zeitspanne aus ihrem Leben. Ich konnte mich sowohl mit Katharina, als auch mit Merle identifizieren - aber auch Henris Erfahrung durch den Tod ihrer Großmutter ist mir nicht fremd. Deshalb fiel es mir trotz des heutigen Altersunterschiedes nicht schwer, mich in die jungen Frauen hineinzuversetzen.
Jette Kötschau lässt ihre Protagonistinnen aus ihrer Sicht erzählen:
Merle, die sich nach der Geburt ihres Sohnes völlig überfordert und zunehmend isoliert fühlt. Von ihrem Partner bekommt sie nur wenig Rückhalt. Während er sich dem Hausbau und seinen Freunden widmet, vereinsamt Merle immer mehr.
Katharina, die in einer langjährigen Beziehung steckt und sich seit Jahren ein Kind wünscht. Doch ihr Partner vertröstet sie immer wieder auf später, während Katharina leidet. Doch Katharina will nicht mehr warten und sieht sich in der Partnerschaft nicht ernst genommen. Sie beginnt ihre Beziehung und die gemeinsame Zukunft immer mehr in Frage zu stellen.
Henri, unabhängig und freiheitsliebend, möchte sich ihren großen Kindheitstraum vom eigenen Kino erfüllen. Das Verhältnis zu ihrer Mutter ist schwierig. Henris Großmutter, bei der sie größtenteils aufgewachsen ist, liegt im Sterben und konfrontiert Henriette mit schmerzhaften Erinnerungen und schwierigen emotionalen Entscheidungen.
Jette Kötschau bringt uns die jungen Frauen näher, die absolut echt und mitten aus dem Leben gegriffen wirken. Vor allem die Gefühlswelt von Merle, Kathi und Henri beschreibt die Autorin erstaunlich greifbar. Die Autorin bringt eine feinde Beobachtungsgabe
Denkt sich nicht jeder von uns, dass die Freundschaften, die wir während der Schulzeit geschlossen haben, ewig währen würden? Manchmal geht man gemeinsam durch eine lange Zeit und irgendwann merkt man, dass man sich verändert hat. Mit viel Glück ist man mit einer der damaligen besten Freundinnen noch regelmäßig in Kontakt, doch dann kommt oft das Leben dazwischen. Man driftet in neue Lebensformen ab, lernt neue Leute kennen und findet oftmals nicht mehr die Zeit diese Freundschaften intensiv zu pflegen.
Die Erkenntnis, dass man sich zwar wiederfinden, aber die Freundschaft nicht immer dort anknüpfen kann, wo man aufgehört hat, tut oft weh. Nicht jede Freundschaft lässt sich zurückholen. Manchmal bleibt nur die Möglichkeit, einander auf einer neuen Ebene zu begegnen - mit anderen Erwartungen, aber auch mit mehr Verständnis und Wertschätzung.
Das Ende erschien mir dann etwas zu plötzlich und abrupt und lässt einige Gedanken und Überlegungen für die Lesenden offen.
Fazit:
Ein feinfühliger und ruhiger Roman über Freundschaft, Familie, Mutterschaft, Partnerschaft und das Erwachsenwerden. Eine Geschichte, die deutlich macht, wie Freundschaften Halt geben, aber auch schmerzen können.
Auf nur 240 Seiten begleiten wir Katharina, Merle und Henri und erleben eine kurze Zeitspanne aus ihrem Leben. Ich konnte mich sowohl mit Katharina, als auch mit Merle identifizieren - aber auch Henris Erfahrung durch den Tod ihrer Großmutter ist mir nicht fremd. Deshalb fiel es mir trotz des heutigen Altersunterschiedes nicht schwer, mich in die jungen Frauen hineinzuversetzen.
Jette Kötschau lässt ihre Protagonistinnen aus ihrer Sicht erzählen:
Merle, die sich nach der Geburt ihres Sohnes völlig überfordert und zunehmend isoliert fühlt. Von ihrem Partner bekommt sie nur wenig Rückhalt. Während er sich dem Hausbau und seinen Freunden widmet, vereinsamt Merle immer mehr.
Katharina, die in einer langjährigen Beziehung steckt und sich seit Jahren ein Kind wünscht. Doch ihr Partner vertröstet sie immer wieder auf später, während Katharina leidet. Doch Katharina will nicht mehr warten und sieht sich in der Partnerschaft nicht ernst genommen. Sie beginnt ihre Beziehung und die gemeinsame Zukunft immer mehr in Frage zu stellen.
Henri, unabhängig und freiheitsliebend, möchte sich ihren großen Kindheitstraum vom eigenen Kino erfüllen. Das Verhältnis zu ihrer Mutter ist schwierig. Henris Großmutter, bei der sie größtenteils aufgewachsen ist, liegt im Sterben und konfrontiert Henriette mit schmerzhaften Erinnerungen und schwierigen emotionalen Entscheidungen.
Jette Kötschau bringt uns die jungen Frauen näher, die absolut echt und mitten aus dem Leben gegriffen wirken. Vor allem die Gefühlswelt von Merle, Kathi und Henri beschreibt die Autorin erstaunlich greifbar. Die Autorin bringt eine feinde Beobachtungsgabe
Denkt sich nicht jeder von uns, dass die Freundschaften, die wir während der Schulzeit geschlossen haben, ewig währen würden? Manchmal geht man gemeinsam durch eine lange Zeit und irgendwann merkt man, dass man sich verändert hat. Mit viel Glück ist man mit einer der damaligen besten Freundinnen noch regelmäßig in Kontakt, doch dann kommt oft das Leben dazwischen. Man driftet in neue Lebensformen ab, lernt neue Leute kennen und findet oftmals nicht mehr die Zeit diese Freundschaften intensiv zu pflegen.
Die Erkenntnis, dass man sich zwar wiederfinden, aber die Freundschaft nicht immer dort anknüpfen kann, wo man aufgehört hat, tut oft weh. Nicht jede Freundschaft lässt sich zurückholen. Manchmal bleibt nur die Möglichkeit, einander auf einer neuen Ebene zu begegnen - mit anderen Erwartungen, aber auch mit mehr Verständnis und Wertschätzung.
Das Ende erschien mir dann etwas zu plötzlich und abrupt und lässt einige Gedanken und Überlegungen für die Lesenden offen.
Fazit:
Ein feinfühliger und ruhiger Roman über Freundschaft, Familie, Mutterschaft, Partnerschaft und das Erwachsenwerden. Eine Geschichte, die deutlich macht, wie Freundschaften Halt geben, aber auch schmerzen können.