Wichtiges Grundthema, die Umsetzung konnte mich nicht vollends überzeugen.
"Dabei waren wir uns immer so nah" von Jette Kötschau thematisiert die Entwicklung von Freundschaften während des Übergangs von der Jugend hin zum Erwachsenenleben. Das beschäftigt wahrscheinlich fast alle, die den Wandel der persönlichen Rolle in Beziehungen und der Gesellschaft erleben. Besonders gut hat mir gefallen, dass es der Autorin gelingt, authentische Charaktere zu schaffen, deren Gedankenwelt man sehr gut nachempfinden kann. Durch die Perspektivwechsel zwischen den drei Freundinnen, die sich jeweils mit völlig unterschiedlichen inneren Konflikten auseinandersetzen müssen und damit sehr gut stellvertretend für die Generation stehen, die sich durch viele mögliche Lebensrealitäten auszeichnet, welche alle ihre eigenen Herausforderungen mit sich bringen. Es bleibt die Erkenntnis, dass Freundschaft wachsen kann, wenn man Verzeihen kann und für die neue Lebenssituation seiner Freunde offen ist. Besonders gut konnte die Autorin vermitteln, wie wichtig gute Freundschaften im Erwachsensein sind als Konstanten, die tiefgreifende Veränderungen begleiten.
Im Ergebnis handelt es sich um einen unaufgeregten Roman, der zur Selbstreflexion anregt, wenn man sich mit den Protagonistinnen identifizieren kann. Leider konnte der letzte Funke bei mir nicht überspringen. Dafür hat mir ein mitreißendes oder emotional ergreifendes Element gefehlt, was dafür gesorgt hätte, dass ich den Roman über längere Zeit im Gedächtnis behalte. Als angenehme Lektüre für zwischendurch würde ich ihn weiterempfehlen.
Im Ergebnis handelt es sich um einen unaufgeregten Roman, der zur Selbstreflexion anregt, wenn man sich mit den Protagonistinnen identifizieren kann. Leider konnte der letzte Funke bei mir nicht überspringen. Dafür hat mir ein mitreißendes oder emotional ergreifendes Element gefehlt, was dafür gesorgt hätte, dass ich den Roman über längere Zeit im Gedächtnis behalte. Als angenehme Lektüre für zwischendurch würde ich ihn weiterempfehlen.