Wer jagt hier eigentlich wen?

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rosalinda Avatar

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Die Leseprobe hat mich von der ersten Seite an total in ihren Bann gezogen, vor allem wegen der genialen Prämisse. Luca ist eine mega spannende Figur. Tagsüber vertritt sie als Anwältin Whistleblower oder quatscht entspannt beim Kaffee mit dem Portier Herr Pietsch, aber nachts zieht sie in Combat Boots los, um Selbstjustiz zu üben. Ich fand die Details aus ihrem Alltag richtig stark, wie extrem gut sie Lügen an der Körpersprache anderer erkennen kann oder wie schrecklich sie die Sommerhitze findet, weil sie das an ein Trauma aus ihrer Jugend erinnert. Besonders die Rückblende mit ihrer besten Freundin Marie und den unheimlichen Krähen am Freibad hat direkt eine richtig düstere Stimmung erzeugt. Die Szene, in der sie dem homophoben Podcaster die selbstgebaute Glitzerbombe ins Studio schuggelt oder die Chefredakteurin mit den Vogelspinnen überrascht, zeigt einfach, wie clever und durchdacht sie vorgeht. Auch ihre Verbindung zu dem älteren Freund Walther hat mir total gut gefallen, das bringt noch eine richtig schöne Dynamik rein. Was die Handlung angeht, vermute ich, dass ihre Vergangenheit aus dem Sommer vor 17 Jahren sie jetzt einholt. Die Sache mit den Krähen und vor allem diese unheimlichen Plakate überall in Berlin lassen mich vermuten, dass jemand ganz genau weiß, wer unter der Sturmhaube steckt und ein gefährliches Spiel mit ihr treibt. Der Cliffhanger am Ende war wirklich gemein, und weil ich jetzt unbedingt wissen muss, wer der Rächerin auf der Spur ist und ob ihre Anonymität auffliegt, würde ich unheimlich gerne vorablesen.