Die Rächerin wird zur Gejagten
Die Rächerin wird zur Gejagten – eine moderne Batman-/Robin-Hood-Story mit einer unvergleichlichen Hauptfigur.
Luca ist 34 Jahre alt und tagsüber eine erfolgreiche Anwältin, aber nachts wird sie zur Jägerin von Personen, die ihrer Meinung nach straflos davongekommen sind. Denn Bosheit kann man nicht bestrafen. Sie wendet keine Gewalt an und trotzdem jagt sie ihren Opfern einen Schrecken ein. Bisher ist ihr niemand auf die Schliche gekommen, denn sie ist vorsichtig und recherchiert sehr genau. Aber dann wird sie doch einmal überrascht und nun wird sie selbst zur Gejagten.
Schauplatz des Romans ist Berlin. Eine große, anonyme Stadt kommt Luca zupass, sie kann untertauchen und niemand wundert sich über eine junge, einsame Frau.
Diese Geschichte hat eine ungeheure Sogwirkung. Eigentlich wollte ich vor der Lesung nur einmal kurz reinlesen und schwupps waren es fast 100 Seiten. Das Erzähltempo ist recht hoch, aber die Autorin wählt ihre Worte sehr bedacht und weise. Die vielen Dialoge und auch Listen tragen ebenfalls dazu bei, dass die Seiten nur so dahinfliegen. Die psychologische Spannung, die Melanie Raabe aufbaut, ist wahrlich meisterhaft, wie ich sie so noch nicht erlebt habe. Sie beweist, dass ein Thriller alles andere als blutig sein muss. Denn das Konstrukt aus Lügen, Wahrheit, Gegenwart und Vergangenheit verlangt nicht nur Luca alles ab.
Dadurch, dass der Roman aus der Ich-Erzählperspektive von Luca geschrieben ist, sind wir Luca auch sehr nah und kennen somit ihre Gedanken und Ängste. Das hat mich unglaublich beeindruckt, weil hier ein äußerst stimmiges Bild gezeichnet wird.
Luca zur Seite steht ihr großväterlicher Freund Walter. Er ist 78 Jahre alt und ein wenig ihre moralische Instanz. Er ist der Einzige, der von ihren nächtlichen Aktivitäten weiß. Er ist für Luca enorm wichtig und bekommt im Buch seine ganz eigene Rolle.
Interessant sind die Rückblenden vor 17 Jahren. Hier schafft es die Autorin, noch einmal eine ganz andere Erzählstimme zu kreieren und eine neue Dimension in die Geschichte zu bringen. Mich hat dieser meisterhaft angelegte Plot sehr beeindruckt, denn wie ein Puzzle setzt, sich das Bild immer mehr zusammen und man mag das Buch auch gar nicht mehr aus der Hand legen. Innerhalb von nicht einmal drei Tagen habe ich das Buch regelrecht verschlungen.
Große Themen dieses moralischen Psychothrillers sind Recht und Gerechtigkeit sowie Freundschaft, Zugehörigkeit und die Bewältigung der Vergangenheit.
Mein erster Roman von Melanie Raabe (sonst liest ja James immer ihre Bücher), aber sicherlich nicht mein letztes Buch von ihr. Für mich eines der besten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe, denn hier stimmt einfach alles.
Luca ist 34 Jahre alt und tagsüber eine erfolgreiche Anwältin, aber nachts wird sie zur Jägerin von Personen, die ihrer Meinung nach straflos davongekommen sind. Denn Bosheit kann man nicht bestrafen. Sie wendet keine Gewalt an und trotzdem jagt sie ihren Opfern einen Schrecken ein. Bisher ist ihr niemand auf die Schliche gekommen, denn sie ist vorsichtig und recherchiert sehr genau. Aber dann wird sie doch einmal überrascht und nun wird sie selbst zur Gejagten.
Schauplatz des Romans ist Berlin. Eine große, anonyme Stadt kommt Luca zupass, sie kann untertauchen und niemand wundert sich über eine junge, einsame Frau.
Diese Geschichte hat eine ungeheure Sogwirkung. Eigentlich wollte ich vor der Lesung nur einmal kurz reinlesen und schwupps waren es fast 100 Seiten. Das Erzähltempo ist recht hoch, aber die Autorin wählt ihre Worte sehr bedacht und weise. Die vielen Dialoge und auch Listen tragen ebenfalls dazu bei, dass die Seiten nur so dahinfliegen. Die psychologische Spannung, die Melanie Raabe aufbaut, ist wahrlich meisterhaft, wie ich sie so noch nicht erlebt habe. Sie beweist, dass ein Thriller alles andere als blutig sein muss. Denn das Konstrukt aus Lügen, Wahrheit, Gegenwart und Vergangenheit verlangt nicht nur Luca alles ab.
Dadurch, dass der Roman aus der Ich-Erzählperspektive von Luca geschrieben ist, sind wir Luca auch sehr nah und kennen somit ihre Gedanken und Ängste. Das hat mich unglaublich beeindruckt, weil hier ein äußerst stimmiges Bild gezeichnet wird.
Luca zur Seite steht ihr großväterlicher Freund Walter. Er ist 78 Jahre alt und ein wenig ihre moralische Instanz. Er ist der Einzige, der von ihren nächtlichen Aktivitäten weiß. Er ist für Luca enorm wichtig und bekommt im Buch seine ganz eigene Rolle.
Interessant sind die Rückblenden vor 17 Jahren. Hier schafft es die Autorin, noch einmal eine ganz andere Erzählstimme zu kreieren und eine neue Dimension in die Geschichte zu bringen. Mich hat dieser meisterhaft angelegte Plot sehr beeindruckt, denn wie ein Puzzle setzt, sich das Bild immer mehr zusammen und man mag das Buch auch gar nicht mehr aus der Hand legen. Innerhalb von nicht einmal drei Tagen habe ich das Buch regelrecht verschlungen.
Große Themen dieses moralischen Psychothrillers sind Recht und Gerechtigkeit sowie Freundschaft, Zugehörigkeit und die Bewältigung der Vergangenheit.
Mein erster Roman von Melanie Raabe (sonst liest ja James immer ihre Bücher), aber sicherlich nicht mein letztes Buch von ihr. Für mich eines der besten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe, denn hier stimmt einfach alles.