Von der Jägerin zur Gejagten

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Die Idee des Buches fand ich mega: Eine Anwältin, die tagsüber ihren Mandaten auf legale Art und Weise hilft und nachts sich an denen rächt, die sonst mit allem davonkommen. Bis sie bei einer Racheaktion fast auffliegt und danach mysteriöse Drohungen erhält…

Wir versuchen mit Luca herauszufinden, wer dahintersteckt. Durch Rückblenden in die Vergangenheit wird nach und nach klar, warum Luca überhaupt das Bedürfnis hat, Leute zu bestrafen. Ihre Racheaktionen sind kreativ und genau auf ihr Opfer abgestimmt.

Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen. Er ließ sich wirklich gut und schnell lesen. Auch wenn die Spannung ab und an mal abgeflacht ist, hat die unterhaltsame Schreibweise der Autorin es geschafft, mich beim Lesen zu halten. Der ein oder andere Plottwist hat ebenfalls dazu beigetragen.

Die Verbindung zwischen Luca und ihrem älteren Freund Walter fand ich sehr schön und hat mal wieder gezeigt, dass Freundschaft keine Frage des Alters ist.

Auf der einen Seite ist Luca eine starke, selbstbewusste Frau, auf der anderen Seite haben mich deshalb ihre manchmal etwas naiven Handlungen gewundert.

Ich hätte mir außerdem eine genauere Recherche bezüglich rechtlicher Themen gewünscht. Wenn die Protagonistin schon Juristin ist, dann muss da meiner Meinung nach auch alles stimmen. Zum Beispiel sagt eine Person, dass das Behalten einer Fundsache Diebstahl sei. Das ist aber falsch und es erfolgt keine Korrektur der Anwältin, sondern sie nimmt es einfach hin.

Insgesamt hat mich das Buch aber gut unterhalten und ich würde es jedem empfehlen, der nicht so gerne blutrünstige Thriller liest.