Wenn Gerechtigkeit ihre Unschuld verliert
„DAISY“ war mein erstes Buch von Melanie Raabe und hat mich neugierig auf ihre weiteren Thriller gemacht. Schon die Grundidee hat meinen Geschmack getroffen, aber was mir am meisten gefallen hat, war die besondere Art, wie sich die Spannung entwickelt. Hier geht es weniger um spektakuläre Gewalt als um Geheimnisse, Beobachtung und die zunehmend unangenehme Frage, wer eigentlich wen in diesem Spiel kontrolliert.
Luca ist eine ungewöhnliche Protagonistin. Tagsüber Anwältin, nachts auf ihrem ganz eigenen Feldzug für Gerechtigkeit. Ihre Entscheidungen konnte ich nicht immer gutheißen, ihre Motive jedoch meistens nachvollziehen. Ich mochte, dass sie dabei nicht auf eine einfache Heldin reduziert wird. Sie hat Ecken und Kanten, ist kontrolliert und selbstbewusst, trägt aber gleichzeitig ihre Vergangenheit mit sich herum. Durch die Rückblicke versteht man nach und nach besser, was sie geprägt hat und weshalb ihr Gerechtigkeitssinn eine solche Bedeutung für sie bekommen hat.
Besonders gefallen hat mir die Beziehung zu Walther. Seine Freundschaft mit Luca gehört für mich zu den schönsten Elementen des Romans. Zwischen den beiden gibt es eine Selbstverständlichkeit und Vertrautheit, die der Geschichte neben all den Geheimnissen etwas sehr Menschliches gibt.
Überhaupt lebt „DAISY“ für mich stark von seiner Atmosphäre. Dieses Gefühl, dass etwas nicht stimmt und Luca vielleicht längst beobachtet wird, bevor sie selbst begreift, was geschieht, hat mich immer wieder gepackt. Die Handlung spielt dabei geschickt mit Misstrauen und falschen Fährten. Ich hatte verschiedene Vermutungen, habe sie wieder verworfen und mich immer wieder gefragt, ob ich Luca und die Menschen um sie herum wirklich richtig einschätze.
Die Rückblicke fügen sich nach und nach zu einem Bild zusammen, das Lucas Handeln verständlicher macht, ohne ihr jede moralische Frage abzunehmen. Genau diese Verbindung aus Vergangenheit und Gegenwart hat mir sehr gefallen.
Auch Melanie Raabes Schreibstil hat mich überzeugt. Ihre Sprache hat einen eigenen Ton und schafft Spannung, ohne ständig auf dramatische Effekte angewiesen zu sein. Eine bestimmte Szene hat mich nachhaltig getroffen und beschäftigt mich noch immer. Nicht wegen großer Brutalität, sondern weil manche Vorstellungen weitaus stärker nachwirken können als jede blutige Darstellung.
„DAISY“ hat mir vor allem gezeigt, dass ein Thriller für mich dann besonders interessant wird, wenn er nicht nur ein Rätsel lösen lässt, sondern Fragen zurücklässt. Wie weit darf man für Gerechtigkeit gehen? Wann wird aus dem Wunsch nach Vergeltung etwas anderes? Und wie gut kennt man einen Menschen eigentlich wirklich?
Mein erstes Buch von Melanie Raabe hat mir damit nicht nur spannende Lesestunden beschert, sondern auch eine Autorin nähergebracht, deren Geschichten ich mir nun genauer ansehen werde. „DAISY“ ist für mich ein ungewöhnlicher, psychologisch spannender Thriller mit einer eigenwilligen Protagonistin, einer besonderen Atmosphäre und einer Geschichte, die nach dem Zuklappen noch ein wenig weiterarbeitet.
Luca ist eine ungewöhnliche Protagonistin. Tagsüber Anwältin, nachts auf ihrem ganz eigenen Feldzug für Gerechtigkeit. Ihre Entscheidungen konnte ich nicht immer gutheißen, ihre Motive jedoch meistens nachvollziehen. Ich mochte, dass sie dabei nicht auf eine einfache Heldin reduziert wird. Sie hat Ecken und Kanten, ist kontrolliert und selbstbewusst, trägt aber gleichzeitig ihre Vergangenheit mit sich herum. Durch die Rückblicke versteht man nach und nach besser, was sie geprägt hat und weshalb ihr Gerechtigkeitssinn eine solche Bedeutung für sie bekommen hat.
Besonders gefallen hat mir die Beziehung zu Walther. Seine Freundschaft mit Luca gehört für mich zu den schönsten Elementen des Romans. Zwischen den beiden gibt es eine Selbstverständlichkeit und Vertrautheit, die der Geschichte neben all den Geheimnissen etwas sehr Menschliches gibt.
Überhaupt lebt „DAISY“ für mich stark von seiner Atmosphäre. Dieses Gefühl, dass etwas nicht stimmt und Luca vielleicht längst beobachtet wird, bevor sie selbst begreift, was geschieht, hat mich immer wieder gepackt. Die Handlung spielt dabei geschickt mit Misstrauen und falschen Fährten. Ich hatte verschiedene Vermutungen, habe sie wieder verworfen und mich immer wieder gefragt, ob ich Luca und die Menschen um sie herum wirklich richtig einschätze.
Die Rückblicke fügen sich nach und nach zu einem Bild zusammen, das Lucas Handeln verständlicher macht, ohne ihr jede moralische Frage abzunehmen. Genau diese Verbindung aus Vergangenheit und Gegenwart hat mir sehr gefallen.
Auch Melanie Raabes Schreibstil hat mich überzeugt. Ihre Sprache hat einen eigenen Ton und schafft Spannung, ohne ständig auf dramatische Effekte angewiesen zu sein. Eine bestimmte Szene hat mich nachhaltig getroffen und beschäftigt mich noch immer. Nicht wegen großer Brutalität, sondern weil manche Vorstellungen weitaus stärker nachwirken können als jede blutige Darstellung.
„DAISY“ hat mir vor allem gezeigt, dass ein Thriller für mich dann besonders interessant wird, wenn er nicht nur ein Rätsel lösen lässt, sondern Fragen zurücklässt. Wie weit darf man für Gerechtigkeit gehen? Wann wird aus dem Wunsch nach Vergeltung etwas anderes? Und wie gut kennt man einen Menschen eigentlich wirklich?
Mein erstes Buch von Melanie Raabe hat mir damit nicht nur spannende Lesestunden beschert, sondern auch eine Autorin nähergebracht, deren Geschichten ich mir nun genauer ansehen werde. „DAISY“ ist für mich ein ungewöhnlicher, psychologisch spannender Thriller mit einer eigenwilligen Protagonistin, einer besonderen Atmosphäre und einer Geschichte, die nach dem Zuklappen noch ein wenig weiterarbeitet.