„Nur ein Praktikum“ — sagte niemand, der überleben wollte
Dieses Buch ist offiziell ab 12 — was entweder bedeutet, dass Zwölfjährige heute deutlich abgebrühter sind als ich damals, oder dass jemand beim Alterslabel kurz weggeschaut hat. Denn schon die Ausgangsfrage „Wofür würdest du töten?“ ist jetzt nicht unbedingt das, was man sonst im Ferienprogramm erwartet.
Die Idee ist allerdings grandios fies: Sieben Jugendliche dürfen sich um ein Luxus-Praktikum bewerben, landen stattdessen auf einer abgelegenen Insel und stecken plötzlich in einem Spiel auf Leben und Tod. Klingt wie ein Escape Room oder die Mischung aus Stream, "Wir wissen was du letzten Sommer getan hast" und anderen Genre Spezialisten, nur ohne „Bitte drücken Sie im Notfall den Pause-Knopf“.
Hauptfigur Dia ist dabei angenehm normal — also nicht die übliche Superheldin mit Geheimtalent und strahlender Bestimmung, sondern eher Durchschnittsschülerin mit Antiquitätenladen-Background und dem zweifelhaften Spitznamen „Omi“. Ihre Selbstironie und ihr leicht schräger Blick auf die Welt machen sie sofort sympathisch, besonders wenn sie sich mit hunderttausenden hochbegabten Mitbewerber*innen vergleichen muss und dabei feststellt, dass sie eher Kategorie „menschlich“ ist.
Gleichzeitig wirkt das Ganze permanent ein bisschen… verdächtig. Die legendäre Spiele-Erfinderin Louisiana Veda hat offenbar weniger „pädagogisch wertvolle Freizeitbeschäftigung“ im Sinn als ein komplexes Labyrinth aus Manipulation, Rätseln und moralischen Grauzonen. Dass nur sogenannte „Tücklinge“ zugelassen werden — also Menschen, die lügen und andere austricksen können — ist jetzt auch kein beruhigendes Auswahlkriterium für ein Schülerprogramm.
Humor gibt es trotzdem, vor allem durch Dias trockene Kommentare und die herrlich überzeichnete Highschool-Realität. Aber die unterschwellige Bedrohung bleibt. Man hat ständig das Gefühl, dass hinter jeder hübschen Fassade eine Falltür lauert — metaphorisch oder sehr wörtlich.
Fazit:
Spannend, clever, angenehm bissig — und deutlich düsterer als ein typisches Jugendabenteuer. Für mutige Leser*innen ab 12 ein echtes Sog-Buch, für sehr zartbesaitete eher nichts. Wer Rätsel, Intrigen und „Oh, das eskaliert gerade“-Momente liebt, wird hier bestens unterhalten.
Die Idee ist allerdings grandios fies: Sieben Jugendliche dürfen sich um ein Luxus-Praktikum bewerben, landen stattdessen auf einer abgelegenen Insel und stecken plötzlich in einem Spiel auf Leben und Tod. Klingt wie ein Escape Room oder die Mischung aus Stream, "Wir wissen was du letzten Sommer getan hast" und anderen Genre Spezialisten, nur ohne „Bitte drücken Sie im Notfall den Pause-Knopf“.
Hauptfigur Dia ist dabei angenehm normal — also nicht die übliche Superheldin mit Geheimtalent und strahlender Bestimmung, sondern eher Durchschnittsschülerin mit Antiquitätenladen-Background und dem zweifelhaften Spitznamen „Omi“. Ihre Selbstironie und ihr leicht schräger Blick auf die Welt machen sie sofort sympathisch, besonders wenn sie sich mit hunderttausenden hochbegabten Mitbewerber*innen vergleichen muss und dabei feststellt, dass sie eher Kategorie „menschlich“ ist.
Gleichzeitig wirkt das Ganze permanent ein bisschen… verdächtig. Die legendäre Spiele-Erfinderin Louisiana Veda hat offenbar weniger „pädagogisch wertvolle Freizeitbeschäftigung“ im Sinn als ein komplexes Labyrinth aus Manipulation, Rätseln und moralischen Grauzonen. Dass nur sogenannte „Tücklinge“ zugelassen werden — also Menschen, die lügen und andere austricksen können — ist jetzt auch kein beruhigendes Auswahlkriterium für ein Schülerprogramm.
Humor gibt es trotzdem, vor allem durch Dias trockene Kommentare und die herrlich überzeichnete Highschool-Realität. Aber die unterschwellige Bedrohung bleibt. Man hat ständig das Gefühl, dass hinter jeder hübschen Fassade eine Falltür lauert — metaphorisch oder sehr wörtlich.
Fazit:
Spannend, clever, angenehm bissig — und deutlich düsterer als ein typisches Jugendabenteuer. Für mutige Leser*innen ab 12 ein echtes Sog-Buch, für sehr zartbesaitete eher nichts. Wer Rätsel, Intrigen und „Oh, das eskaliert gerade“-Momente liebt, wird hier bestens unterhalten.