Sehr spannend und düster zugleich
Schon bei dem ersten Blick auf das Cover war ich einfach hin und weg. Durch die vielen Details hat es mich bereits länger beschäftigt, als ich erwartet hätte. Allein die Farbübergänge wirken nicht einfach nur schön, sondern beinahe lebendig bzw. als würde unter der Oberfläche etwas pulsieren. Die Sanduhr, in der die Zeit unaufhaltsam verrinnt, der Käfig, die verschlungenen Ranken – jedes Detail scheint bewusst gesetzt. Nichts wirkt nur dekorativ oder auch unüberlegt. Stattdessen entsteht der Eindruck, dass hier bereits visuell ein Spiel mit Kontrolle, Vergänglichkeit und Gefangenschaft eröffnet wird. Genau diese durchdachte Düsternis hat mich sofort angezogen.
Auch der Einstieg in die Geschichte verstärkt dieses Gefühl. Diese nüchtern formulierte Ausschreibung der Louisiana-Veda-Stiftung liest sich zunächst sachlich, fast banal, jedoch als die Frage folgt: „Wofür würden Sie töten?“ hat mich kurz innehalten lassen. Was verbirgt sich hinter diesem Praktikum wirklich, welches nun verstörend und faszinierend zugleich klingt? Aus einer vermeintlichen Chance wird eine moralische Grenzsituation. Mich fasziniert, wie stark diese eine Frage nachhallt. Sie wirkt wie ein Prüfstein, der nicht nur Talent, sondern Haltung verlangt.
Besonders fesselnd empfand ich Dias innere Zerrissenheit. Sie wirkt wie eine facettenreiche Figur, deren Selbstwahrnehmung von Unsicherheit bzw. Selbstzweifel sowie Ironie und altmodischen Verhalten geprägt ist. Allein die Schilderungen ihrer Bewerbungssorgen sind authentisch und emotional nachvollziehbar, sodass ich mich stellenweise selbst wiedererkannt habe. Konkurrenzdruck, Selbstzweifel und der Vergleich mit scheinbar übermenschlich begabten Mitbewerbenden werden mit einer Intensität dargestellt, die den inneren Konflikt glaubwürdig erscheinen lässt. Dia ist keine makellose Heldin, sondern durch ihre Eigenart endlich wieder erquickend.
Auch das Antiquitätengeschäft als Schauplatz hat mich beeindruckt. Die detaillierten Beschreibungen verleihen der Kulisse etwas Zeitloses. Zwischen Standuhren und vergessenen Erinnerungsstücken entsteht ein Raum, der wie ein Gegenentwurf zur schnelllebigen Außenwelt wirkt. Vergangenheit wird hier nicht abgelegt, sondern bewahrt. Für mich spiegelt das auch Dias Persönlichkeit wider, da diese nicht den nächsten Trend nachjagt sondern sich an Bedeutung klammert. Gleichzeitig schwingt bereits bei der Figur Louisiana Veda ein klein wenig Skepsis mit, da sie eher für komplexe Spiele bzw. Täuschung steht und ich bezweifle, dass diese hinter einer schlicht wirkenden Ausschreibung steckt. Genau diese Skepsis macht mich schon Neugierig auf mehr. Es fühlt sich an, als würde das eigentliche Spiel längst begonnen haben ohne das es alles bereits wissen.
Insgesamt hat mich der Leseeindruck durch seine dichte Atmosphäre, die psychologische Tiefe und die vielschichtige Inszenierung überzeugt. Ich möchte unbedingt erfahren, was hinter der Stiftung sich wirklich verbirgt und ob Dias Skepsis berechtigt ist. Sehr gerne würde ich weiterlesen und meine anschließende Rezension auf Lovelybooks, Thalia, Hugendubel, Bücher.de, Amazon und Reado veröffentlichen. Ich drücke schon mal allen Mitbewerbenden fest die Daumen!
Auch der Einstieg in die Geschichte verstärkt dieses Gefühl. Diese nüchtern formulierte Ausschreibung der Louisiana-Veda-Stiftung liest sich zunächst sachlich, fast banal, jedoch als die Frage folgt: „Wofür würden Sie töten?“ hat mich kurz innehalten lassen. Was verbirgt sich hinter diesem Praktikum wirklich, welches nun verstörend und faszinierend zugleich klingt? Aus einer vermeintlichen Chance wird eine moralische Grenzsituation. Mich fasziniert, wie stark diese eine Frage nachhallt. Sie wirkt wie ein Prüfstein, der nicht nur Talent, sondern Haltung verlangt.
Besonders fesselnd empfand ich Dias innere Zerrissenheit. Sie wirkt wie eine facettenreiche Figur, deren Selbstwahrnehmung von Unsicherheit bzw. Selbstzweifel sowie Ironie und altmodischen Verhalten geprägt ist. Allein die Schilderungen ihrer Bewerbungssorgen sind authentisch und emotional nachvollziehbar, sodass ich mich stellenweise selbst wiedererkannt habe. Konkurrenzdruck, Selbstzweifel und der Vergleich mit scheinbar übermenschlich begabten Mitbewerbenden werden mit einer Intensität dargestellt, die den inneren Konflikt glaubwürdig erscheinen lässt. Dia ist keine makellose Heldin, sondern durch ihre Eigenart endlich wieder erquickend.
Auch das Antiquitätengeschäft als Schauplatz hat mich beeindruckt. Die detaillierten Beschreibungen verleihen der Kulisse etwas Zeitloses. Zwischen Standuhren und vergessenen Erinnerungsstücken entsteht ein Raum, der wie ein Gegenentwurf zur schnelllebigen Außenwelt wirkt. Vergangenheit wird hier nicht abgelegt, sondern bewahrt. Für mich spiegelt das auch Dias Persönlichkeit wider, da diese nicht den nächsten Trend nachjagt sondern sich an Bedeutung klammert. Gleichzeitig schwingt bereits bei der Figur Louisiana Veda ein klein wenig Skepsis mit, da sie eher für komplexe Spiele bzw. Täuschung steht und ich bezweifle, dass diese hinter einer schlicht wirkenden Ausschreibung steckt. Genau diese Skepsis macht mich schon Neugierig auf mehr. Es fühlt sich an, als würde das eigentliche Spiel längst begonnen haben ohne das es alles bereits wissen.
Insgesamt hat mich der Leseeindruck durch seine dichte Atmosphäre, die psychologische Tiefe und die vielschichtige Inszenierung überzeugt. Ich möchte unbedingt erfahren, was hinter der Stiftung sich wirklich verbirgt und ob Dias Skepsis berechtigt ist. Sehr gerne würde ich weiterlesen und meine anschließende Rezension auf Lovelybooks, Thalia, Hugendubel, Bücher.de, Amazon und Reado veröffentlichen. Ich drücke schon mal allen Mitbewerbenden fest die Daumen!