Die Erwartungen waren (zu) hoch...

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eskalina Avatar

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Bei diesem wunderschön gemachten Buch würde ich das HC empfehlen, denn es hat einen sehr schön farbigen Schnitt und enthält Bilder und Abbildungen von Zeitungsausschnitten und Briefen, die sich im E-Book nicht so gut erkennen lassen.

Worum geht es in diesem Buch? Die weltberühmte Veda-Foundation bietet sieben ausgewählte Praktikumsplätze an und die Teenager weltweit reißen sich um diese Plätze. Alle kennen die spannende und legendäre Darkly-Spielreihe und alle wissen um den rätselhaften Tod der Erfinderin. Was genau sie in diesem Praktikum erwartet, wird nicht beschrieben, doch das ist egal.

Die Homepage, auf der man seine Bewerbung einreichen kann, hat einen Zähler, der in ungeahnte Höhen schießt und der der siebzehnjährigen Dia anzeigt, dass sie eigentlich gar keine Chance hat.

Alle Bewerber müssen die merkwürdige Frage beantworten, wofür sie töten würden. Es passt zu der Spielreihe und Dia denkt sich nichts dabei. Als sie dann plötzlich den Brief bekommt, dass sie ausgewählt wurde, beginnt für sie ein Abenteuer, das sie niemals im Leben vergessen wird. Zusammen mit den anderen sechs Jugendlichen geht es auf eine kleine englische Insel, auf der sie ein Rätsel lösen sollen und es geht in ein Live-Spiel, das sie bis an ihre Grenzen führen wird. Doch welchen Sinn hat das Ganze?

„Die alltägliche Physik des Unglücks“ und „Die amerikanische Nacht“ von Marisha Pessl waren für mich nahe an der Perfektion. Ich war hin und weg von der Komplexität der Handlungen und des Schreibstils und genau das hatte ich auch hier erwartet. Allerdings hat die Autorin hier ein Jugendbuch geschrieben und wahrscheinlich hat es mich deshalb nicht so mitreißen können; ich zähle nicht mehr zur Zielgruppe.

Die Handlung kam mir reichlich konstruiert vor. Die Figuren blieben mir ein wenig fremd und auch, wenn die Spannung bis zum Ende hin stieg und ich mir bis zur Auflösung am Schluss nicht vorstellen konnte, was genau mit dem Praktikum der Jugendlichen bezweckt werden sollte und warum solch ein Aufwand betrieben wurde, konnte mich das Buch letztlich zwar gut unterhalten, aber der Funke sprang nicht über.

Mein Fazit: Ein spannendes Jugendbuch über eine Art Reality-Game, komplex aufgebaut, mit rasanter Handlung, das sicherlich seine Zielgruppe mehr begeistern kann, als es das bei mir geschafft hat.