Die Königin der Brettspiele

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primrose24 Avatar

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Die siebzehnjährige Dia ergattert unerwartet einen der begehrten Plätze des Darkly Praktikums in London. Unter hunderttausenden Bewerbern wurde sie zusammen mit sechs anderen Jugendlichen ausgewählt auf den Spuren der furchteinflößenden Darkly Spiele zu wandeln. Seit dem Tod der genialen Erfinderin der Brettspiele, Louisiana Veda, hat sich die Legende um sie nur weitergesponnen. Als die sieben auf der Insel der Darkly-Fabrik ankommen, erwartet sie jedoch kein einfaches Praktikum. Vor dem Tod der Erfinderin wurde eines der Spiele aus der Fabrik gestohlen. Doch jemand hat begonnen, dieses Spiel zu spielen, mit nicht absehbaren Folgen.

Ich bin immer ein großer Fan von Büchern in denen Rätsel eine zentrale Rolle spielen. Die Darkly Spiele (insbesondere Ophelia) enthalten wirklich kreative Ideen und ähneln keinen anderen Brettspielen, von denen ich je gehört habe. Die Grundidee der Geschichte hat mir also wirklich sehr gut gefallen. Nun kommen wir leider zu einem „aber“ weshalb mich die Geschichte dennoch nicht hundertprozentig überzeugen konnte. Beginnen wir mit Dia als unserer Protagonistin. Sie ist clever, selbstständig und neugierig, Eigenschaften, die ihr bei der Schnitzeljagd um das verlorene Darkly Spiel auf jeden Fall nützlich sind und womit sie alle Rätsel quasi im Alleingang löst. Die anderen sechs Jugendlichen bleiben dadurch jedoch absolut blasse und nichtssagende Charaktere. Die „Liebesgeschichte“ zwischen Poe und Dia beziehungsweise Choke und Dia habe ich so gar nicht gefühlt und auch ihre Notwendigkeit für die Geschichte nicht verstanden, wodurch es sehr gezwungen wirkte. Doch was ich wirklich schade fand, war das Darkly Spiel selbst, welches Dia und ihre Freunde spielen mussten. Anstatt spannenden Rätseln, die ich irgendwie erwartet habe, war das Spiel selbst einfach nur chaotisch und wirr und konnte bei mir weder Spannung noch Grusel hervorrufen. Auch die Auflösung des Buches konnte mich leider nicht überzeugen.
Insgesamt war „Darkly“ für mich ein solides Jugendbuch mit ein paar gruseligen Aspekten. Ich hatte mir, insbesondere was die Rätsel und Spiele betrifft, jedoch einiges mehr erhofft.