Walküre-Spiele

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annabell95 Avatar

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Dia ergattert ein begehrtes Praktikum bei der geheimnisvollen Veda Foundation – doch statt Büroarbeit landet sie mit sechs anderen Jugendlichen auf einer isolierten Insel. Dort werden sie in ein tödliches Darkly-Spiel gezwungen, bei dem niemand weiß, wem er trauen kann und wer die Fäden zieht.

Die Grundidee des lebendigen Brettspiels fand ich großartig. Sehr originell, atmosphärisch, und mir sehr viel Potenzial. Aber leider war die Umsetzung nicht so überzeugend wie erhofft. Der Einstieg in die Handlung war noch sehr gut mit den humorvollen Schreibstil. Doch je weiter die Story voranschreitet, desto mehr verliert sich dieser Ton. Die Handlung wird zunehmend sprunghaft, Szenen wechseln abrupt, und oft hatte man das Gefühl, dass wichtige Zwischenschritte fehlen. Dadurch wirkt vieles unlogisch, fast so, als würde die Struktur unterwegs auseinanderfallen. Es ist zu verworren, zu chaotisch und sehr undurchschaubar, was einerseits gut ist, doch die Rätsel waren nicht so packend und die Spannung baute sich nicht richtig auf. Vieles wirkt eher abgedreht als fesselnd. Statt Nervenkitzel gab es eher Verwirrung.

Die Handlung wird in der Ich-Erzählform aus der Sicht von Dia erzählt. Durch die Ich‑Perspektive bekommt man tiefe Einblicke in ihre Gedanken. Dia ist eine starke Protagonistin und sehr speziell mit ihren ungewöhnlichen Hobbys und ihrer Faszination der Darkly-Spiele. Zudem ist sie clever, neugierig und hat einen starken Willen. Die anderen Teilnehmer wirken ebenfalls eigenartig, aber blieben im Gegensatz zu Dia sehr blass und entwickeln kaum Tiefe.

Sehr schön gestaltet sind die bildlichen Extras in der Handlung. Hin und wieder gab es Einschübe von Abbildungen, Fotografien, Plänen und Briefe. Sie haben perfekt zur Atmosphäre gepasst und haben zum Fortgang der Handlung den ein oder anderen Hinweis geliefert.

Die Auflösung fand ich ebenfalls nicht ganz überzeugend. Sie kam zu plötzlich und es war irgendwie nicht so ganz rund um die nötige Klarheit zu bekommen.

Mein Fazit:
Der Story hat viele kreative Ansätze und eine starke Hauptfigur, verliert sich aber in einer übermäßig sprunghaften, chaotischen Erzählweise. Die Extras sind toll, die Idee originell, doch die Umsetzung bleibt zu verworren, um wirklich zu fesseln.