Atmosphärisch stark, aber keine leichte Kost

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ellivulpix Avatar

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„Das Antiquariat am alten Friedhof“ verbindet die besondere Welt alter Bücher mit deutscher Zeitgeschichte, Freundschaft, Geheimnissen und einer zunehmend düsteren Handlung.

Besonders gelungen fand ich die Atmosphäre des Romans. Die Schauplätze und die vom Krieg geprägte Zeit werden sehr bildhaft beschrieben, sodass man sich gut in die Geschichte hineinversetzen kann. Auch die Verbindung aus Büchern, Geheimnissen und historischen Ereignissen fand ich grundsätzlich spannend.

Die verschiedenen Zeitebenen sorgen dafür, dass sich viele Zusammenhänge erst nach und nach erschließen. Dabei spielen Freundschaft, Verrat und die Auswirkungen der politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen eine große Rolle.

Für mich persönlich war das Buch stellenweise allerdings recht schwer und düster. Gerade die Ereignisse rund um Krieg und Nationalsozialismus nehmen viel Raum ein und waren für mich nicht immer leichte Kost. Dadurch hat sich die Geschichte für mich zwischendurch etwas gezogen, obwohl sie insgesamt gut aufgebaut ist.

Sprachlich und atmosphärisch ist der Roman jedoch wirklich stark, und man merkt, dass viel Recherche und Liebe zum historischen Hintergrund in der Geschichte steckt.

Insgesamt ein gut geschriebener, atmosphärisch dichter historischer Roman, den ich besonders Leserinnen und Lesern empfehlen würde, die historische Stoffe, Bücherwelten und eine eher düstere Handlung mögen.