Buchjagd

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zwergspitzmaus Avatar

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Wieder eine kleine große Liebeserklärung des Autors an die Buchstadt Leipzig und ihr graphisches Viertel und das Buch an sich. Sehr gut recherchierte Straßen, Plätze und Gebäude nehmen die Leser mit in die Stadt vor und nach dem 2. Weltkrieg. Als Ortskundiger hat man diese auch sofort vor dem eigenen inneren Auge. Die Geschichte selbst handelt von 5 Jugendfreunden aus wohlhabendem Elternhaus, die aus Langeweile wertvolle Bücher in Leipzig stehlen, um diese dann durch einen von ihnen verkaufen lassen. Dabei treffen sie sich immer im titelgebenden Antiquariat von Vadim, einem der Freunde. Im Buch springen die Handlungsebenen immer zwischen vor, während und nach dem Krieg hin und her und gehen so aufeinander zu, um am Ende die Handlung nach dem Krieg weiterlaufen zu lassen. Dabei werden die Wege von Felix und Eva näher begleitet, welche mit einem besonderen Buch verbunden sind.

Die Handlung ist teilweise etwas voraussehbar, doch der Schreibstil des Autors ist ab der ersten Seite spannend und detailiert und nimmt den Leser mit, so dass man das Buch gern am Stück lesen möchte. Auch gibt es Kleinigkeiten im Buch, die den Anfang und das Ende verbinden und so einen Kreis schließen. Das Ende ist nicht überraschend aber passend zu ganzen Geschichte. Zur Abrundung ist dann auch das Nachwort des Autors lesenswert und informativ.