Die Macht des geschriebenen Worts
Und abermals rankt der Erfolgsautor Kai Meyer seine aufregenden Geschichten um die in ihren Ausmaßen kleine Welt der Bücher im Graphischen Viertel Leipzigs, das bis zu seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg ein ganzes Universum darstellte, wie es alle leidenschaftlichen Leser bestätigen können. Schon damit sichert er sich seine Anhängerschar und enttäuscht sie aus dieses Mal nicht.
Durch die von der Historie auferlegte zeitliche Begrenzung beschränkt sich auch diese Erzählepoche auf die erste Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts, und trotzdem verblüfft er uns mit immer neuen Ideen, denn er versteht es, Raum und Zeit mit menschlichen Charakteren und Schicksalen zu füllen.
In diesem Fall pendelt er zwischen zwei Zeitebenen: 1930, zu Beginn der Nazizeit, legen vier, später fünf junge Leute die Wurzeln zu den tiefgreifenden, internationalen Verwicklungen, die einer von ihnen unmittelbar nach Kriegsende aufklären soll. Schon die Berührung mit Aleister Crowley impliziert einen Hang zum Okkulten, das aber in Folge nur eine periphere und eher atmosphärische Rolle spielen wird. In politisch aufgeladenen Zeiten geraten die harmlosen Kleinkriminellen schnell in das Räderwerk der Mächtigen, was eine Odyssee in Gang setzt. Angesetzt wird der in die USA emigrierte Felix auf die Suche nach Hitlers Geheimbibliothek, aber bald kommt auch das Thema Spionage ins Spiel.
Filmreife, dramatische Szenen halten durch ihre Binnenspannung die Leser bei der Stange, die zeitgeschichtlichen Umstände sind durch so manche Details gut belegt. Nach der Lektüre von bisher drei Bänden der Reihe bin ich ihrer noch lange nicht überdrüssig.
Durch die von der Historie auferlegte zeitliche Begrenzung beschränkt sich auch diese Erzählepoche auf die erste Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts, und trotzdem verblüfft er uns mit immer neuen Ideen, denn er versteht es, Raum und Zeit mit menschlichen Charakteren und Schicksalen zu füllen.
In diesem Fall pendelt er zwischen zwei Zeitebenen: 1930, zu Beginn der Nazizeit, legen vier, später fünf junge Leute die Wurzeln zu den tiefgreifenden, internationalen Verwicklungen, die einer von ihnen unmittelbar nach Kriegsende aufklären soll. Schon die Berührung mit Aleister Crowley impliziert einen Hang zum Okkulten, das aber in Folge nur eine periphere und eher atmosphärische Rolle spielen wird. In politisch aufgeladenen Zeiten geraten die harmlosen Kleinkriminellen schnell in das Räderwerk der Mächtigen, was eine Odyssee in Gang setzt. Angesetzt wird der in die USA emigrierte Felix auf die Suche nach Hitlers Geheimbibliothek, aber bald kommt auch das Thema Spionage ins Spiel.
Filmreife, dramatische Szenen halten durch ihre Binnenspannung die Leser bei der Stange, die zeitgeschichtlichen Umstände sind durch so manche Details gut belegt. Nach der Lektüre von bisher drei Bänden der Reihe bin ich ihrer noch lange nicht überdrüssig.