Historie trifft Mystery trifft Spionage – und alles fühlt sich an wie ein Film.

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claudiabader Avatar

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Historie trifft Mystery trifft Spionage – und alles fühlt sich an wie ein Film.

Kai Meyer entwirft eine eindringliche Schilderung des zerbombten grafischen Viertels in Leipzig.
Die alten Verlage und Druckereien sind bis auf die Grundmauern abgebrannt; wo einst Rauchschwaden aus den Schornsteinen quollen, liegt nun feiner Staub aus Schutt und Geröll.

Die Nachkriegsatmosphäre fängt Meyer so feinfühlig und atmosphärisch dicht ein, dass einem beim Lesen fast die Lunge trocken wird vom imaginären Staub der Ruinen.

Die Charaktere des diebischen Buchclubs sind hervorragend herausgearbeitet und tragen zu einer sehr abgerundeten Story bei.

Dreh- und Angelpunkt bildet ein Buch, das gemäß dem Nachwort des Autors tatsächlich existiert hat.
Ein außergewöhnliches Phänomen der Aufzeichnung von Schicksalen aus dem Jenseits, die nur in das Kreuzverbindungen, eine komplexe Botschaft übermitteln.

Fazit:
Eine kurzweilige Mischung aus historischer Realität, Mystik und Spionage – erzählt in einer wunderbaren Sprache, die einen unmittelbar in die Szenerie zieht und das Ganze beinahe filmisch erscheinen lässt