Leipzig

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stefanb Avatar

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“Das Antiquariat am alten Friedhof” von Kai Meyer ist eine bemerkenswerte Mischung aus historischem Roman, einer ordentlichen Portion Fakten und Fiktion, sowie einer gelungenen Prise Mystik. Das Buch kann unabhängig von den vorherigen Bänden gelesen werden.

Das Setting gefällt mir außerordentlich gut, da es einen Blick in die Vergangenheit offenbart, der mir nicht so bekannt war. Und an dieser Stelle meine ich nicht nur die Stadt Leipzig und das Graphische Viertel, sondern auch die damals wirklichen Geschehnisse und real existierenden Personen. Das Nachwort ist unbedingt zu lesen. Das lässt die Geschichte noch einmal stärker wirken.

Der Schreibstil gefällt und man kann sofort in das Geschehen abtauchen. Man hat das Gefühl mittendrin zu sein und folgt dem Protagonisten Felix gerne. Atmosphärisch dicht und mystisch tauchen wir in die zwei Erzählstränge ein die in den Jahren 1930 und 1945 spielen.

Die Charaktere im Roman werden authentisch beschrieben. Sympathien und Abneigungen werden geweckt. Man hat die ganze Zeit das Gefühl, dass etwas Unheilvolles in der Luft liegt. Die Spannung wird bis zum tollen Ende gehalten.

“Wir verbrennen keine Bücher.” [505]

Kai Meyer versteht es die Vergangenheit zum Leben zu erwecken.