Krasser Einstieg

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lilu_in_wonderland Avatar

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gleich auf Seite eins bringt ein kleines Mädchen einen Priester um und stellt sich als eine Art Todesbotin der Götter heraus, das setzt sofort einen düsteren, blutigen Ton. Die Story springt dann 17 Jahre weiter zu Sen, dem vermeintlich letzten Spross des ausgelöschten Gensei-Clans, der als Adoptivsohn aufwächst und nichts von seiner wahren Herkunft ahnt, also ein klassischer "verstecker Prinz"-Plot mit viel Intrigen-Potenzial. Die Welt wirkt sehr japanisch inspiriert (Kaiser, Mönche, Clans, Götter, die als wandelnde Riesen am Himmel erscheinen) und erinnert stilistisch an Fantasy wie "Shōgun" trifft Mythologie. Yoras Kapitel bringt dann die Hofpolitik rein, Verschwörungen, Machtspiele zwischen Kanzler und Clans, plus die Last, dass er selbst als Einziger weiß, dass sein Neffe noch lebt. Insgesamt liest es sich flüssig und atmosphärisch, mit ordentlich Spannung und einem fiesen Cliffhanger-Gefühl am Ende jedes Kapitels – wer auf episches Politik-Fantasy mit dunklem Unterton steht, dürfte hier auf seine Kosten kommen.