Ambition trifft Wirklichkeit
Das Buch ist als epochaler, düsterer Fantasy Auftakt angelegt - einschließlich Landkarte und Glossar. Und genau hier punktet es auch am meisten. Denn die japanisch geprägte Welt mit mythologischem Einschlag wird bildgewaltig und detailreich in Szene gesetzt. Tatsächlich ist dies nichts für die ganz schwachen Gemüter, denn auch wenn Blut fließt, setzten die Darstellungen des Autors nicht aus. Dabei folgen wir nicht nur dem nach Rache dürstenden Hauptcharakter, sondern erleben die Geschichte aus wechselnden Perspektiven. In diesem Genre absolut gängig, erweist es sich doch als die zentrale Schwäche. Denn die vielen Sprünge, Gespräche und Verbreitungen führen nicht wirklich auf ein gemeinsames Ziel hin sondern bremsen die eigentliche Geschichte zunehmend aus bis sie gefühlt ganz zum stehen kommt. Nur wer sich durch den langen Mittelteil kämpft, wird noch mit einem spannenden Finale belohnt.
Nachteilig wirkt sich hier auch aus, dass die Geschichte wie aus Bausteinen zusammengesetzt wirkt. Der Einfluss von Game of Thrones beschert uns die Machtkämpfe rund um den Thron und dann wird hier noch eine Rebellion hinzugefügt. Kombiniert wird dies mit Spannungsfeldern, die dem japanischen Rahmen Rechnung tragen: Loyalität und/trotz der Klassenunterschiede. Trotzdem konnte ich daraus nichts Tiefgehendes mitnehmen. Dadurch entsteht etwas, dass sich nicht vorwerfen lassen muss, eine Kopie zu sein, gleichzeitig aber auch nie wirklich eigenständig wirkt. Bei den Charakteren verhält es sich ähnlich. Sie sind keinesfalls flach, sondern durchaus authentisch dargestellt, folgen aber im Grunde Genrekonventionen, sodass es schwerfallen dürfte, sich noch allzu lange an sie zu erinnern.
Wer nach einer spannenden Geschichte sucht, wird hier enttäuscht werden. Denn dazu hätte das Buch gerne um ein Drittel schlanker ausfallen dürfen. Vielleicht muss man es auch als Investition betrachten, sollte eine Fortsetzung nochmal deutlich anziehen. Andernfalls eignet es sich nur für jene, die vor allem in eine bildhaft inszenierte und asiatisch inspirierte Fantasywelt abtauchen wollen.
Nachteilig wirkt sich hier auch aus, dass die Geschichte wie aus Bausteinen zusammengesetzt wirkt. Der Einfluss von Game of Thrones beschert uns die Machtkämpfe rund um den Thron und dann wird hier noch eine Rebellion hinzugefügt. Kombiniert wird dies mit Spannungsfeldern, die dem japanischen Rahmen Rechnung tragen: Loyalität und/trotz der Klassenunterschiede. Trotzdem konnte ich daraus nichts Tiefgehendes mitnehmen. Dadurch entsteht etwas, dass sich nicht vorwerfen lassen muss, eine Kopie zu sein, gleichzeitig aber auch nie wirklich eigenständig wirkt. Bei den Charakteren verhält es sich ähnlich. Sie sind keinesfalls flach, sondern durchaus authentisch dargestellt, folgen aber im Grunde Genrekonventionen, sodass es schwerfallen dürfte, sich noch allzu lange an sie zu erinnern.
Wer nach einer spannenden Geschichte sucht, wird hier enttäuscht werden. Denn dazu hätte das Buch gerne um ein Drittel schlanker ausfallen dürfen. Vielleicht muss man es auch als Investition betrachten, sollte eine Fortsetzung nochmal deutlich anziehen. Andernfalls eignet es sich nur für jene, die vor allem in eine bildhaft inszenierte und asiatisch inspirierte Fantasywelt abtauchen wollen.