Asiatische High Fantasy

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lesekatze50 Avatar

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Rezension

Was mich an diesem Buch sofort abgeholt hat, ist der Schreibstil. Die Sprache ist sehr bildgewaltig, blumig und wortgewaltig, ohne dabei schwerfällig zu wirken. Man kommt unglaublich schnell in die Geschichte hinein und fliegt gerade zu Beginn nur so durch die Seiten. Auch das asiatisch inspirierte Setting hat mir sehr gut gefallen und wird atmosphärisch und detailreich vermittelt. Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet, bekommen ihre Stärken, aber auch ihre Schwächen und man findet schnell einen Zugang zu ihnen.

Der Autor war mir bisher völlig unbekannt, und dass es sich hierbei um seinen Debütroman handelt, hat mich tatsächlich positiv überrascht. Für einen Erstling finde ich das Buch wirklich bemerkenswert gelungen. Gerade der besondere Schreibstil zeigt für mich bereits sehr viel Eigenständigkeit und Potenzial.

Im weiteren Verlauf hat mich die Geschichte allerdings nicht mehr ganz so stark erreicht. Der zunehmende Anteil an Göttern, Mystik und übernatürlichen Elementen war mir persönlich stellenweise etwas zu viel. Dadurch wurde der Spannungsbogen für mich zwischendurch schwächer und die Geschichte hatte für meinen Geschmack einige Längen. Hier hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Fokus auf die eigentliche Handlung gewünscht.

Insgesamt ist es aber ein atmosphärisches und sprachlich außergewöhnliches Fantasybuch, das mich vor allem durch seine Sprache und sein Setting überzeugen konnte. Ich bin gespannt, wie sich der Autor weiterentwickelt und welche Geschichten noch von ihm kommen. Die genannten Schwächen sehe ich bei einem Debüt durchaus mit Nachsicht und würde mich freuen, in Zukunft noch mehr von ihm zu lesen.

Und ein absolutes Highlight ist für mich das Cover: Es gehört definitiv zu den schönsten Buchcovern, die ich bisher gesehen habe.