Highlight: großartige Dark-Fantasy Story im asiatischen Setting mit grandiosen Wordbuilding
Shogun trifft auf Game of Thrones und ein Cover, das an Der Name des Windes erinnert. Drei Fantasybücher, von denen jedes für sich ein Meisterwerk ist (von „Shogun” habe ich allerdings nur gehört). Kann ein Debütroman diese Erwartungen erfüllen? Ich für meinen Teil wurde positiv überrascht und habe das erhalten, was ich erwartet habe – aber ich musste mich darauf einlassen.
Die Intrigen spielen eine maßgebliche Rolle in dem Buch, daher sollte man sie mögen. Ebenso sollte man sich mit der vorausgesetzten Kenntnis der asiatischen Kultur zur Kaiserzeit auseinandersetzen z. B. Kijin und No-In werden nur kurz erwähnt und sind Teil des Kastensystems. Das Gleiche gilt für die Tatsache, dass mal der Vorname, der Nachname oder die komplette Anrede verwendet wird. Zum Glück gibt es ein Glossar und eine Landkarte. Die fesselnde und bildgewaltige Geschichte hat mich in ihren Bann gezogen. Trotz der ungewohnten Namen konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen.
Die Charakterentwicklung findet langsam statt, und jede Entscheidung hat Konsequenzen, die auch mal zu sehr gewalttätigen Szenen führen. Glücklicherweise dauern diese nie lange und umfassen nur ein paar Sätze. Es wird definitiv nichts schöngeredet. Passt hier gut auf euch auf! Es gibt leider keine Content-Note-Warnung.
Die langsame Entwicklung der Protagonisten lenkt den Blick oft auf die Intrigen oder Entscheidungen der Alten, die die Jungen am Ende tragen müssen. Hier ist der erste große Pluspunkt: Der Autor verwebt in die Aufarbeitung der Sünden oft die Sichtweise des Buddhismus. Diese Sätze waren für mich als Leserin oft Anlass zum Innehalten, zum Beispiel: "Einen Weg zu finden, an etwas zu glauben, auch wenn alles dagegensprach, war ein Akt von Tapferkeit" oder der Unterschied von "fortgehen" und "zurückkehren".
Ein weiteres Highlight waren für mich die Kämpfe. Ich liebte sie und hatte das Gefühl, im Kino zu sitzen. Noch begeisterter war ich davon, dass die Kämpfe immer mit der emotionalen Aufarbeitung einhergingen. Der große Held war am Tag vor der Schlacht genauso ängstlich wie jemand, der zum ersten Mal in die Schlacht zieht – okay, er war ängstlich und weiser.
Kommen wir nun zum Mysteriösen. Ja, schon durch die Klosterkaste wird diese Ebene im Buch immer wieder verwoben. Sei es durch Kampfmönche, Seher oder Geister. Vor allem die Geister machen neugierig auf die nächsten Bände. Sie haben in diesem Band immer wieder Auftritte, und jedes Mal hatte ich Gänsehaut. Die Götter wurden von den Mönchen mit genderneutraler Sprache angesprochen. Das fand ich unfassbar spannend und richtig gut.
Fazit:
Wer düstere Geschichten mit Intrigen und asiatischer Kultur mag, wird dieses Buch lieben. Es gibt Action, die aber ruhig erzählt wird. Man muss nur mutig sein und die asiatischen Namen als Herausforderung sehen.
Die Intrigen spielen eine maßgebliche Rolle in dem Buch, daher sollte man sie mögen. Ebenso sollte man sich mit der vorausgesetzten Kenntnis der asiatischen Kultur zur Kaiserzeit auseinandersetzen z. B. Kijin und No-In werden nur kurz erwähnt und sind Teil des Kastensystems. Das Gleiche gilt für die Tatsache, dass mal der Vorname, der Nachname oder die komplette Anrede verwendet wird. Zum Glück gibt es ein Glossar und eine Landkarte. Die fesselnde und bildgewaltige Geschichte hat mich in ihren Bann gezogen. Trotz der ungewohnten Namen konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen.
Die Charakterentwicklung findet langsam statt, und jede Entscheidung hat Konsequenzen, die auch mal zu sehr gewalttätigen Szenen führen. Glücklicherweise dauern diese nie lange und umfassen nur ein paar Sätze. Es wird definitiv nichts schöngeredet. Passt hier gut auf euch auf! Es gibt leider keine Content-Note-Warnung.
Die langsame Entwicklung der Protagonisten lenkt den Blick oft auf die Intrigen oder Entscheidungen der Alten, die die Jungen am Ende tragen müssen. Hier ist der erste große Pluspunkt: Der Autor verwebt in die Aufarbeitung der Sünden oft die Sichtweise des Buddhismus. Diese Sätze waren für mich als Leserin oft Anlass zum Innehalten, zum Beispiel: "Einen Weg zu finden, an etwas zu glauben, auch wenn alles dagegensprach, war ein Akt von Tapferkeit" oder der Unterschied von "fortgehen" und "zurückkehren".
Ein weiteres Highlight waren für mich die Kämpfe. Ich liebte sie und hatte das Gefühl, im Kino zu sitzen. Noch begeisterter war ich davon, dass die Kämpfe immer mit der emotionalen Aufarbeitung einhergingen. Der große Held war am Tag vor der Schlacht genauso ängstlich wie jemand, der zum ersten Mal in die Schlacht zieht – okay, er war ängstlich und weiser.
Kommen wir nun zum Mysteriösen. Ja, schon durch die Klosterkaste wird diese Ebene im Buch immer wieder verwoben. Sei es durch Kampfmönche, Seher oder Geister. Vor allem die Geister machen neugierig auf die nächsten Bände. Sie haben in diesem Band immer wieder Auftritte, und jedes Mal hatte ich Gänsehaut. Die Götter wurden von den Mönchen mit genderneutraler Sprache angesprochen. Das fand ich unfassbar spannend und richtig gut.
Fazit:
Wer düstere Geschichten mit Intrigen und asiatischer Kultur mag, wird dieses Buch lieben. Es gibt Action, die aber ruhig erzählt wird. Man muss nur mutig sein und die asiatischen Namen als Herausforderung sehen.