Intrigen, Götter und Dämonen

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nikko_yarop Avatar

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Das Buch der gefallenen Blätter hat mich vor allem mit seinem umfangreichen und außergewöhnlichen Worldbuilding beeindruckt. Verschiedene Clans, politische Machtkämpfe, alte Götter, erwachende Dämonen und ein drohender Bürgerkrieg ergeben eine unglaublich komplexe Welt, die sich immer weiter entfaltet.

Besonders gut gefallen haben mir Sen und Rui. Sen wird von Rache und dem Wunsch angetrieben, die Ehre seiner Familie wiederherzustellen, während Rui noch ihren eigenen Platz in dieser Welt sucht und dabei viel stärker mit den Göttern verbunden ist, als sie zunächst ahnt. Ich fand es spannend, ihre Entwicklungen zu verfolgen und zu sehen, wie sie immer tiefer in einen Konflikt hineingezogen werden, der viel größer ist als sie selbst.

Die Geschichte ist voller Intrigen, Familienbündnisse und Machtspiele und stellenweise auch ziemlich brutal. Besonders interessant fand ich, dass Rache und Macht nicht einfach als etwas Positives dargestellt werden, sondern immer auch ihren Preis haben. Die Fantasy-Elemente fand ich spannend, auch wenn sie gerade in der ersten Hälfte eher im Hintergrund standen.

Allerdings hatte ich durch die vielen Charaktere, Clans, Begriffe und politischen Zusammenhänge teilweise Schwierigkeiten, den Überblick zu behalten. Hier hätte ich mir ein ausführlicheres Glossar, einen Stammbaum oder eine Übersicht über das politische System gewünscht. Dadurch war der Einstieg für mich etwas anspruchsvoll und an manchen Stellen musste ich genauer lesen.

Trotzdem hat mich die Geschichte mit ihrer besonderen Atmosphäre und den vielen offenen Fragen neugierig auf die Fortsetzung gemacht. Für mich ein gelungener Auftakt für eine große High-Fantasy-Reihe – komplex, düster und voller Potenzial.

Fazit: Ein spannendes Fantasy-Debüt mit beeindruckendem Worldbuilding, interessanten Charakteren und einer Geschichte voller Rache, Intrigen und Magie. Nicht immer leicht zu durchschauen, aber definitiv außergewöhnlich und mit viel Potenzial für die weiteren Bände.