Komplexe, faszinierende Welt

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ann-liest Avatar

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Der Einstieg in dieses Fantasy-Werk ist nicht leicht, das muss ich sagen. Aber es lohnt sich durchzuhalten - denn im Laufe der Geschichte entwickelt sich ein Sog, der einen tief hineinzieht in diese komplexe, düstere Welt voller Götter, Geister und menschlicher Intrigen.

Vor allem die politischen Verstrickungen und die sehr fremden, teils langen Namen können anfangs etwas überfordern. Das Personenregister am Ende des Buches ist Gold wert - vor allem, weil manche Personen auch mit Namen und Spitznamen oder Titel auftauchen, was zusätzliche Komplexität mit sich bringt.

Das ganze Worldbuilding, die Machtgefüge und die Charaktere haben mir sehr gefallen. Die innere Zerrissenheit zwischen Überzeugung, Loyalität und dem Reingrätschen des Schicksals sind sehr fesselnd. Es sind einige spannende Charaktere dabei, die in den Graubereichen wandeln und denen man dennoch seine Sympathien schenkt.

Ich empfand es wirklich als einen sehr gelungenen Einstieg in eine fremde und ganz andere phantastische Welt als die, die man sonst so kennt. Die asiatischen Einflüsse in Bezug auf die Kampfkunst, das politische System eines Kaiserreichs aber auch die Geister- und Götterwelt haben mich total überzeugt. Ich werde die Geschichte um Rui und Sen auf jeden Fall weiter verfolgen.