Machtkämpfe in einem Fantasy-Japan

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mausfrosch Avatar

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Das Buch der gefallenen Blätter entführt den Leser in eine Art Fantasy-Version des feudalen Japan. Man trifft auf Samurai-artige Krieger, Kampfmönche, intrigante Adlige und fleißige Reis-Bauern.
Im Zentrum der Geschichte stehen mehrere junge Leute, aus deren Perspektive die Ereignisse beleuchtet werden. Darunter Sen Hoshiakari, der als kleines Kind nur knapp dem Tod entging, nachdem sein Vater eine Rebellion gestartet hatte. Er ist bei einer anderen adligen Familie aufgewachsen und will nun seinem Clan wieder zu alter Größe verhelfen. Eine weitere wichtige Rolle spiel Rui aus dem einfachen Volk, die damals zusammen mit Sen gerettet wurde und eine besondere Verbindung zu ihm spürt.

Die Story befasst sich viel mit den Machtverhältnissen zwischen den herrschenden Familien und wartet mit haufenweise japanisch klingenden Namen auf. Da ist es nicht immer leicht, den Überblick zu behalten. Ein bisschen erinnert die Handlung wirklich an Game of Thrones, nur eben mit ganz anderem Szenario.
Der Fantasy-Anteil fällt gering aus, es ist mehr ein historischer Roman aus einer anderen Welt, aber ein Schuss Dämonen, Gottheiten und übermenschliche Kampfkünste ist dann doch im Spiel. Gerade die unheimlichen Elemente bringen Spannung ins Geschehen.

Trotzdem muss ich zugeben, dass ich mit dem Buch nicht wirklich warm geworden bin. Das liegt zum Teil wahrscheinlich schlicht daran, dass ich asiatisch anmutende Settings meist weniger mag als „klassische“ Fantasy-Welten. Auch die vielen politischen Ränkespiele und Kampfszenen sind nicht so mein Fall. Insgesamt war mir die Handlung vor allem auch zu langatmig.
Die Hauptcharaktere, besonders Rui, fand ich nicht schlecht und ich will gern wissen, wie es mit ihnen nach dem offenen Ende dieses Bandes weitergeht. Auch die Atmosphäre hat mir ganz gut gefallen. Aber ein Highlight dieses Lesejahrs war das Buch für mich leider nicht.