Vielversprechend begonnen, aber irgendwann nur noch ein Kampf mit den Seiten
Der Klappentext verspricht wirklich einiges: „Seine Blutsbande werden einen Krieg entfachen. Ihre Seele spricht mit den Göttern. Ihr Bund kann ein Imperium zum Einsturz bringen.“
Dazu Bürgerkrieg, alte Dämonen, Götter, mächtige Clans, Rache, ein gefallener Prinz und ein Bauernmädchen, das offenbar eine weit größere Rolle spielt, als sie selbst ahnt. Genau diese Mischung hatte mich neugierig gemacht. Vor allem die Leseprobe hatte bei mir richtig gut funktioniert. Sie klang nach einer großen, düsteren Fantasygeschichte, nach Intrigen, Geheimnissen und einer Welt, in der hinter jeder Ecke etwas lauert. Als ich dann bei Vorablesen gewonnen hatte, habe ich mich deshalb wirklich gefreut.
Leider hat sich diese Begeisterung nicht gehalten.
Dabei fand ich das Setting und die Grundidee wirklich cool. Die Welt, die verschiedenen Clans und die Verbindung aus Krieg, Göttern und Dämonen hatten für mich durchaus etwas. Auch die Charaktere waren nicht oberflächlich angelegt. Sie bekommen Tiefe, ihre Hintergründe werden ausgearbeitet und man merkt, dass sich A. S. Tamaki Gedanken über ihre Figuren gemacht hat. Und auch der Schreibstil selbst hat mir gefallen. Er liest sich grundsätzlich flüssig und angenehm.
Mein Problem war vielmehr, was in diesem Schreibstil erzählt wird und wie viel Raum es dafür braucht.
Das Buch war mir teilweise einfach zuuu ausschweifend. Es wird sehr viel erklärt, beschrieben und besprochen, während die Handlung nur langsam vorankommt. Und irgendwann habe ich mich wirklich gefragt, wann denn nun eigentlich mal etwas passiert.
Ich habe nach 300 Seiten abgebrochen. Das ist bei einem Buch mit 624 Seiten knapp die Hälfte. Und gerade deshalb wurde es für mich zunehmend ernüchternd. Denn nach so vielen Seiten darf man langsam erwarten, dass mehr passiert als Gespräche, Erklärungen und das Vorbereiten von Ereignissen, die irgendwann einmal wichtig werden sollen.
Natürlich braucht eine Fantasygeschichte Zeit, um ihre Welt aufzubauen. Aber irgendwann möchte ich nicht mehr hauptsächlich lesen, was passieren könnte oder was alles noch kommt. Ich möchte, dass die Geschichte tatsächlich vorankommt.
Langweilig war es dabei nicht einmal durchgehend. Es gab durchaus interessante Stellen. Nur wollte der Funke einfach nicht zünden. Ich habe immer weitergelesen und darauf gewartet, dass mich die Geschichte endlich richtig packt. Stattdessen wurde das Lesen zunehmend anstrengend.
Zusätzlich habe ich mich mit den vielen langen Namen unheimlich schwergetan. Und das liegt nicht daran, dass ich keine Fantasy mit komplizierten Namen gewohnt bin. Ich habe schon einige Bücher dieser Art gelesen. Hier musste ich allerdings immer wieder überlegen, wer eigentlich zu wem gehört, und das hat meinen Lesefluss zusätzlich erschwert.
Von den angekündigten „Game of Thrones“-Vibes war für mich bis zu meinem Abbruch jedenfalls nichts zu spüren. Auch die mysteriöse Frau mit dem Kind vom Anfang ist irgendwo verschwunden und in der Geschichte bis dato nicht mehr aufgetaucht. Vielleicht bekommt das alles später noch eine Bedeutung. Vielleicht nimmt die Geschichte irgendwann tatsächlich richtig Fahrt auf.
Aber ich war nach 300 Seiten einfach nicht mehr bereit, darauf zu warten, was ich ehrlich schade finde. Denn die Voraussetzungen waren für mich da: ein interessantes Setting, eine gute Grundidee, ausgearbeitete Charaktere und ein Schreibstil, der sich angenehm lesen lässt. Trotzdem hat mich die Geschichte nicht gepackt.
Irgendwann fühlte es sich nicht mehr an, als würde ich in diese Welt eintauchen, sondern als würde ich mich durch die Seiten arbeiten. Und so sollte sich ein Buch für mich nicht anfühlen.
Mein Fazit:
Eine interessante Fantasywelt mit einer guten Grundidee und Figuren, die deutlich mehr Tiefe haben, als es zunächst vielleicht scheint. Leider war mir die Geschichte zu ausführlich erzählt und kam für meinen Geschmack viel zu langsam voran. Nach 300 Seiten war meine Geduld einfach aufgebraucht, weshalb ich 2 Sterne vergebe.
Dazu Bürgerkrieg, alte Dämonen, Götter, mächtige Clans, Rache, ein gefallener Prinz und ein Bauernmädchen, das offenbar eine weit größere Rolle spielt, als sie selbst ahnt. Genau diese Mischung hatte mich neugierig gemacht. Vor allem die Leseprobe hatte bei mir richtig gut funktioniert. Sie klang nach einer großen, düsteren Fantasygeschichte, nach Intrigen, Geheimnissen und einer Welt, in der hinter jeder Ecke etwas lauert. Als ich dann bei Vorablesen gewonnen hatte, habe ich mich deshalb wirklich gefreut.
Leider hat sich diese Begeisterung nicht gehalten.
Dabei fand ich das Setting und die Grundidee wirklich cool. Die Welt, die verschiedenen Clans und die Verbindung aus Krieg, Göttern und Dämonen hatten für mich durchaus etwas. Auch die Charaktere waren nicht oberflächlich angelegt. Sie bekommen Tiefe, ihre Hintergründe werden ausgearbeitet und man merkt, dass sich A. S. Tamaki Gedanken über ihre Figuren gemacht hat. Und auch der Schreibstil selbst hat mir gefallen. Er liest sich grundsätzlich flüssig und angenehm.
Mein Problem war vielmehr, was in diesem Schreibstil erzählt wird und wie viel Raum es dafür braucht.
Das Buch war mir teilweise einfach zuuu ausschweifend. Es wird sehr viel erklärt, beschrieben und besprochen, während die Handlung nur langsam vorankommt. Und irgendwann habe ich mich wirklich gefragt, wann denn nun eigentlich mal etwas passiert.
Ich habe nach 300 Seiten abgebrochen. Das ist bei einem Buch mit 624 Seiten knapp die Hälfte. Und gerade deshalb wurde es für mich zunehmend ernüchternd. Denn nach so vielen Seiten darf man langsam erwarten, dass mehr passiert als Gespräche, Erklärungen und das Vorbereiten von Ereignissen, die irgendwann einmal wichtig werden sollen.
Natürlich braucht eine Fantasygeschichte Zeit, um ihre Welt aufzubauen. Aber irgendwann möchte ich nicht mehr hauptsächlich lesen, was passieren könnte oder was alles noch kommt. Ich möchte, dass die Geschichte tatsächlich vorankommt.
Langweilig war es dabei nicht einmal durchgehend. Es gab durchaus interessante Stellen. Nur wollte der Funke einfach nicht zünden. Ich habe immer weitergelesen und darauf gewartet, dass mich die Geschichte endlich richtig packt. Stattdessen wurde das Lesen zunehmend anstrengend.
Zusätzlich habe ich mich mit den vielen langen Namen unheimlich schwergetan. Und das liegt nicht daran, dass ich keine Fantasy mit komplizierten Namen gewohnt bin. Ich habe schon einige Bücher dieser Art gelesen. Hier musste ich allerdings immer wieder überlegen, wer eigentlich zu wem gehört, und das hat meinen Lesefluss zusätzlich erschwert.
Von den angekündigten „Game of Thrones“-Vibes war für mich bis zu meinem Abbruch jedenfalls nichts zu spüren. Auch die mysteriöse Frau mit dem Kind vom Anfang ist irgendwo verschwunden und in der Geschichte bis dato nicht mehr aufgetaucht. Vielleicht bekommt das alles später noch eine Bedeutung. Vielleicht nimmt die Geschichte irgendwann tatsächlich richtig Fahrt auf.
Aber ich war nach 300 Seiten einfach nicht mehr bereit, darauf zu warten, was ich ehrlich schade finde. Denn die Voraussetzungen waren für mich da: ein interessantes Setting, eine gute Grundidee, ausgearbeitete Charaktere und ein Schreibstil, der sich angenehm lesen lässt. Trotzdem hat mich die Geschichte nicht gepackt.
Irgendwann fühlte es sich nicht mehr an, als würde ich in diese Welt eintauchen, sondern als würde ich mich durch die Seiten arbeiten. Und so sollte sich ein Buch für mich nicht anfühlen.
Mein Fazit:
Eine interessante Fantasywelt mit einer guten Grundidee und Figuren, die deutlich mehr Tiefe haben, als es zunächst vielleicht scheint. Leider war mir die Geschichte zu ausführlich erzählt und kam für meinen Geschmack viel zu langsam voran. Nach 300 Seiten war meine Geduld einfach aufgebraucht, weshalb ich 2 Sterne vergebe.