Wenn die Vergangenheit plötzlich nicht mehr tot bleiben will

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madamski Avatar

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„Das Buch der gefallenen Blätter“ hat mich vor allem durch seine besondere Atmosphäre und die Mischung aus Fantasy und Politik begeistert. Die Geschichte ist düster, stellenweise brutal, aber gleichzeitig voller Geheimnisse und immer wieder gibt es Momente, die neugierig darauf machen, was sich hinter den einzelnen Figuren und Ereignissen verbirgt.

Besonders gut gefallen haben mir Sen und Rui. Beide könnten kaum unterschiedlicher sein und kommen aus völlig verschiedenen Lebenswelten. Während Sen nach den Ereignissen rund um seine Familie von Rache und dem Wunsch nach Wiedergutmachung angetrieben wird, steht Rui zunächst vor der Frage, welchen Platz sie überhaupt in dieser Welt einnehmen soll.
Ich fand es spannend, ihre Entwicklung zu verfolgen und nach und nach mehr über ihre Verbindung zu den größeren Ereignissen herauszufinden.

Auch die Welt selbst konnte mich überzeugen. Die verschiedenen Clans, ihre Regeln und Vorstellungen von Ehre sowie die politischen Spannungen sorgen dafür, dass hinter vielen Entscheidungen mehr steckt, als zunächst sichtbar ist. Dazu kommen Götter und Dämonen, wodurch sich die Geschichte immer weiter öffnet und neben den menschlichen Konflikten eine übernatürliche Ebene bekommt.

Was mir ebenfalls gefallen hat, ist die düstere Grundstimmung. Es wird nicht alles beschönigt und gerade die Konsequenzen von Macht, Verrat und familiären Konflikten machen die Handlung glaubwürdig und spannend. Gleichzeitig gibt es immer wieder emotionale Momente, sodass mir die Figuren nicht gleichgültig geblieben sind.

Für mich ist „Das Buch der gefallenen Blätter“ ein gelungener Einstieg in eine größere Fantasygeschichte. Nicht jede Entwicklung war für mich vorhersehbar und besonders gegen Ende hat die Geschichte noch einmal ordentlich an Spannung gewonnen. Ich bin definitiv neugierig, wie es mit Sen, Rui und dieser Welt weitergeht.