🍂 Zwischen Clans, Geistern und einer Vergangenheit, die nicht ruhen will

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nadjadn Avatar

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Dieses Buch hat mich ehrlich gesagt etwas zwiegespalten zurückgelassen. Die Grundidee fand ich richtig interessant: ein von japanischer Geschichte und Mythologie inspiriertes Reich, verfeindete Clans, Machtkämpfe, Götter, Dämonen und zwei Menschen, deren Schicksale immer stärker miteinander verbunden werden. Genau mein Beuteschema. 🖤

Sen hat alles verloren und will seine Familie und deren Ehre zurückholen. Rui, seine Kindheitsfreundin, steht dabei an seiner Seite. Gleichzeitig brodelt es im Imperium und die alten Konflikte ziehen immer weitere Kreise. Dazu kommen die Onryō, rachsüchtige Geister, die der Geschichte noch einmal eine richtig düstere Seite geben.

Gerade diese Mischung fand ich spannend. Besonders die japanisch inspirierte Welt, die Mythologie und die düstere Atmosphäre haben mir gefallen. Ich konnte mir viele Schauplätze richtig gut vorstellen und fand es interessant, wie Politik, persönliche Schicksale und die übernatürliche Ebene miteinander verbunden werden. ✨

Sen und Rui waren für mich dabei die interessantesten Figuren. Beide haben ihre eigenen Vorstellungen davon, was sie wollen und was sie einander schulden. Und gerade weil ihre Verbindung schon so lange besteht, wollte ich wissen, wie sich ihre Wege weiterentwickeln.

Allerdings hatte ich mit dem Einstieg ziemlich zu kämpfen. Es gibt sehr viele Namen, Clans, politische Zusammenhänge und Perspektivwechsel und ich musste wirklich konzentriert bleiben. 😅 Irgendwann hatte ich dann dieses Gefühl: Moment … wer gehört jetzt nochmal zu wem? 😂

Auch das Tempo war für mich nicht immer einfach. Gerade im ersten Teil zieht sich die Geschichte stellenweise ziemlich und ich hätte mir gewünscht, dass die Fantasy und die eigentliche Handlung etwas früher stärker in den Mittelpunkt rücken.

Für mich ist Das Buch der gefallenen Blätter eine Geschichte über

🍂 Familien, deren Vergangenheit ihre Kinder noch lange verfolgt
⚔️ Macht, Krieg und den Preis von Rache
👀 Loyalität und die Frage, wem man wirklich vertrauen kann
🖤 Freundschaft, Liebe und schwierige Entscheidungen
👹 Götter, Dämonen und rachsüchtige Geister
💭 und darüber, ob man die Fehler der Vergangenheit wiederholen muss.

Je weiter ich gelesen habe, desto besser konnte ich die grossen Zusammenhänge erkennen und gerade dann wurde die Geschichte für mich auch deutlich spannender. Das letzte Drittel hat mich wesentlich mehr gepackt als der Anfang.

Ganz überzeugt hat mich das Buch trotzdem nicht. Ich sehe definitiv das Potenzial und die Welt hat mir wirklich gefallen, aber für mich hätte es an einigen Stellen einfach etwas weniger ausführlich und dafür etwas mehr Tempo sein dürfen.

Mein Fazit:
Das Buch der gefallenen Blätter ist ein ambitionierter Fantasyauftakt mit einer faszinierenden, japanisch inspirierten Welt, interessanten Figuren und einer tollen Mischung aus Politik, Mythologie und düsteren Fantasy Elementen.

Ich musste mich allerdings ziemlich durch die vielen Namen und Zusammenhänge arbeiten und gerade am Anfang fehlte mir dadurch etwas der Lesefluss. Dafür hat mich die Geschichte später immer mehr bekommen und besonders die Entwicklung von Sen und Rui sowie die übernatürliche Ebene fand ich spannend.

Für mich deshalb 3,5 Sterne – nicht ganz das Fantasy Highlight, das ich mir erhofft hatte, aber definitiv eine Geschichte mit viel Potenzial und einer Welt, in die ich für Band 2 durchaus noch einmal zurückkehren würde. 🍂🖤

⭐⭐⭐✨