Eine tolle Reise durch Worte und Erinnerungen

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gullyhexe Avatar

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„Das Buch der verlorenen Stunden“ von Hayley Gelfuso ist ein stimmungsvolles und zugängliches Debüt, das mit leiser Spannung und einer leicht geheimnisvollen Atmosphäre überzeugt. Die Autorin schafft eine Welt, die nah wirkt, aber immer ein wenig im Schatten steht.

Die Figuren sind klar gezeichnet, mit eigenen Zielen, Zweifeln und heimlichen Verletzungen. Ihre Beziehungen treiben die Geschichte voran, ohne dramatisch zu sein. Die Spannung wächst nicht durch große Effekte, sondern durch kleine Hinweise, die einen weiterblättern lassen. Die Handlung entwickelt sich ruhig, aber stetig, und bleibt dabei immer verständlich.

Gelfusos Sprache ist einfach zu lesen. Sie beschreibt Gefühle und Orte mit wenigen, treffenden Bildern. Die Themen Zeit, Erinnerung und Verlust begleiten den Roman durchgängig und geben ihm Tiefe, ohne schwer zu wirken.

„Das Buch der verlorenen Stunden“ ist eine ruhige, gefühlvolle und leicht fantastische Geschichte, die nicht überfordert, aber lange nachwirkt.